Politik

RTL/ntv Trendbarometer Vertrauen in Krisenparteien schwindet

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Markus Söder, Angela Merkel, Peter Tschentscher und Olaf Scholz (v.l.n.r.) werben für Vertrauen.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool)

Nach Wochen im Teil-Lockdown macht sich unter den Deutschen Pessimismus breit: Nicht nur, dass weit mehr als jeder Dritte keiner Partei mehr zutraut, diese Krise bewältigen zu können. Fast jeder Zweite erwartet auch, dass es mit der Wirtschaft weiter bergab geht.

Für die CDU geht eine turbulente Woche zuende - in Sachsen-Anhalt steckt der Landesverband im Streit um die geplante Erhöhung der Rundfunkgebühr in einer tiefen Krise. Auf die Bundespartei wirft das bisher jedoch keinen dunklen Schatten. In der Wählergunst steht die Union unverändert an erster Stelle. Laut dem RTL/ntv Trendbaromter würden aktuell 36 Prozent der Befragten ihre Stimme der CDU/CSU geben - ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche.

Damit liegt die Union immer noch weit vor den Grünen, die ebenfalls einen Punkt verlieren und nun auf 20 Prozent kommen. Danach folgt unverändert mit 15 Prozent der Stimmen die SPD, Linke und AfD kommen jeweils auf 8 Prozent. Und die Liberalen müssen weiterhin mit mageren 6 Prozent der Stimmen leben. Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa in der vergangenen Woche 2507 Wahlberechtigte.

Das Phänomen, dass die SPD als Regierungspartei in der Krise - anders als CDU/CSU - kein Wählervertrauen hinzugewinnen konnte, setzt sich fort. Ein Grund dafür könnte sein, dass deutlich mehr Wähler (40 Prozent) der Union zutrauen, mit der Krise fertig zu werden. Nur 5 Prozent halten die SPD in dieser Frage für kompetent genug. Nicht wesentlich größer ist das Vertrauen in die Grünen (6 Prozent). Der größte Anteil der Wähler - und das muss alle Parteien beunruhigen - traut allerdings keiner Partei zu, die Krise meistern zu können: 43 Prozent der Befragten sind dieser Auffassung.

Scholz verliert in K-Frage

Entsprechend trüb ist die Stimmung unter den Befragten, was die wirtschaftliche Situation im Land angeht. Fast jeder Zweite (47 Prozent) glaubt inzwischen, dass sich die Lage in den kommenden Jahren noch verschlechtern wird. Nur jeder vierte Befragte schaut optimistisch auf die ökonomische Entwicklung.

In der Kanzlerfrage zementiert sich das Bild der vergangenen Wochen: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder liegt mit 35 Prozent in der Wählergunst weiter an der Spitze, danach folgen Grünen-Chef Robert Habeck mit 19 Prozent und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz mit mageren 14 Prozent. Seit Mitte November hat der Finanzminister und Vizekanzler stolze 3 Prozentpunkte eingebüßt. Besonders bitter: Selbst unter SPD-Anhängern würde nur etwas mehr als jeder Zweite (56 Prozent) Scholz gern als Kanzler sehen. Bei Robert Habeck sind es unter Grünen-Anhängern zumindest 63 Prozent.

Quelle: ntv.de, jug

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