Politik

Eingriff nach Nasenbefund Volker Bouffier an Krebs erkrankt

Volker Bouffier wurde erst Mitte Januar für weitere fünf Jahre erneut zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt.

Volker Bouffier ist erst Mitte Januar für weitere fünf Jahre zum Ministerpräsidenten von Hessen gewählt worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Volker Bouffier hat eine beunruhigende Diagnose erhalten: Er hat Krebs und muss sich einer ambulanten Strahlentherapie unterziehen. Sein Amt als hessischer Ministerpräsident will er dennoch unverändert weiterführen.

Hessens CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier ist an Hautkrebs erkrankt, will aber während der Behandlung keine Amtspause einlegen. Es handle sich um einen begrenzten Hautkrebs, der durch eine bereits begonnene Strahlentherapie entfernt werden solle, teilte Regierungssprecher Michael Bußer in Wiesbaden mit. Die Behandlung erfolge ambulant. Der Ministerpräsident werde dabei seine Amtsgeschäfte fortführen.

Der Hautkrebs wurde den Angaben zufolge bei einer Gewebeuntersuchung festgestellt, nachdem sich Bouffier aufgrund eines "unklaren Nasenbefunds" einem Eingriff unterzogen hatte. Genauere Angaben zu der Erkrankung machte der Sprecher nicht. Vor zehn Tagen hatte der 67-Jährige beim Europaparteitag seiner Landespartei gefehlt, wegen einer Nasen-Operation, wie es damals hieß.

Ein-Stimmen-Mehrheit von Schwarz-Grün kaum gefährdet

Bouffier ist seit 2010 hessischer Ministerpräsident. Erst Mitte Januar ist er von seiner hauchdünnen schwarz-grünen Mehrheit im Wiesbadener Landtag für weitere fünf Jahre zum Regierungschef gewählt worden. Selbst wenn Bouffier eine Pause einlegen sollte, wäre die Ein-Stimmen-Mehrheit von CDU und Grünen wohl nicht ernsthaft gefährdet: Ein von den Parteien vereinbartes Fairnessabkommen soll gewährleisten, dass etwa bei krankheitsbedingtem Ausfall eines Abgeordneten der Regierungsfraktionen auch ein Parlamentarier der Opposition einer Abstimmung fernbleibt.

Von seiner eigenen Fraktion, aber auch von Vertretern anderer Parteien erhielt Bouffier Genesungswünsche. "Wir kennen Volker Bouffier als absolute Kämpfernatur und wissen um seine Stärke und seinen Willen, auch mit schwierigen Situationen umzugehen", teilte die CDU-Fraktion mit. SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel lobte Bouffiers offenen Umgang mit der Krankheit und wünschte ihm vollständige Genesung.

Quelle: n-tv.de, dgo/AFP

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