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"Weil wir es wert sind" Warnstreiks treffen mehrere Bundesländer

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Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst demonstrierten für sechs Prozent mehr Lohn, auch in Leipzig.

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In Unikliniken, Verwaltungen und Ämtern in NRW, Sachsen, Bayern und Hamburg droht Chaos: Im laufenden Tarifstreit legen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst ihre Arbeit nieder. Insgesamt geht es um 2,3 Millionen Arbeitnehmer. Weitere Streikaktionen sollen folgen.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst dauern die bundesweiten Warnstreikaktionen an. In Köln, Bonn, Düsseldorf und Essen legten Mitarbeiter von Unikliniken die Arbeit nieder, sagten Sprecher der Gewerkschaft Verdi. In Bayern traten etwa 120 Beschäftigte im Straßenbau, in Flussmeisterstellen und Bauämtern in den Ausstand. Zudem wurde in Baden-Württemberg, Hamburg und Sachsen gestreikt.

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Für die Gewerkschaftsforderungen sprangen Demonstranten in Hamburg in die eiskalte Alster.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Hamburg beteiligten sich rund 1000 Menschen an einem Protestmarsch. Sie versammelten sich am Hauptbahnhof und zogen vor das Rathaus und an die Alster. Bei einer Kundgebung unter dem Motto "Der öffentliche Dienst geht baden" sprangen Beschäftigte in die rund 4,5 Grad kalte Alster.

In Stuttgart zogen mehrere Hundert Beschäftigte mit Plakaten durch die Innenstadt. Darauf war etwa zu lesen: "Sechs Prozent mehr, weil wir es wert sind." Einige Hundert Menschen versammelten sich am Vormittag auch in der Leipziger Innenstadt zu einer Protestkundgebung.

Länder finden Forderungen zu hoch

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Mit den Aktionen wollen die Gewerkschaften den Druck in den Gesprächen erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. Februar in Potsdam. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Länder haben die Forderungen als überzogen zurückgewiesen.

Gewerkschaftsangaben zufolge sind deutschlandweit rund 2,3 Millionen Beschäftigte der Länder von den Tarifergebnissen betroffen. Von Mittwoch an sollen ganztägige Warnstreiks in Würzburg und in der Oberpfalz folgen. In Würzburg sei auch die Uniklinik betroffen, und es sei eine Demonstration mit anschließender Kundgebung geplant, teilte Verdi mit.

Auch in Berlin wollen sich Beschäftigte am Mittwoch für mehr Geld einsetzen: Es sind Warnstreiks in kommunalen Kitas, Schulen, Horten, Landes- und Bezirksbehörden, in Hochschulen, bei der Feuerwehr und der Polizei geplant. "Zahlreiche Schulen und Kitas werden voraussichtlich komplett geschlossen bleiben", erklärte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doreen Siebernik.

Am Mittwoch und Donnerstag soll es auch in Sachsen weitere Warnstreiks in den Regionen Chemnitz und Dresden geben. Zudem sind in München Warnstreiks für Donnerstag geplant. Bereits am Montag hatten Beschäftigte in Niedersachsen die Arbeit niedergelegt.

Quelle: n-tv.de, cam/dpa

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