Politik

USA befürchten Ukraine-Angriff Washington: "Keine Option ist vom Tisch"

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Russische Panzer auf der Krim, die Russland 2014 völkerrechtswidrig annektiert hatte.

(Foto: dpa)

Das Weiße Haus rechnet mit dem Schlimmsten: Angesichts von 100.000 russischen Soldaten an der ukrainischen Grenze sei die Lage "äußerst gefährlich". Russland könnte jederzeit die Ukraine angreifen. Für diesen Fall hält sich Washington alles offen.

Die US-Regierung hat angesichts der Spannungen im Ukraine-Konflikt in deutlichen Worten vor einem möglichen Einmarsch Russlands gewarnt. "Wir befinden uns jetzt in einem Stadium, in dem Russland jederzeit einen Angriff auf die Ukraine starten könnte", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, in Washington. Die Lage sei "äußerst gefährlich". Die US-Regierung halte sich daher alle Möglichkeiten offen. "Keine Option ist vom Tisch", sagte Psaki.

Psaki machte erneut den russischen Präsidenten Wladimir Putin für die Eskalation verantwortlich. "Präsident Putin hat diese Krise verursacht, indem er 100.000 russische Soldaten entlang der ukrainischen Grenzen zusammengezogen hat", sagte Psaki.

Psaki zufolge will US-Außenminister Antony Blinken bei seinem anstehenden Krisentreffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Freitag in Genf deutlich machen, "dass es einen diplomatischen Weg nach vorn gibt". Sollte Putin sich stattdessen für eine militärische Eskalation entscheiden, drohten Russland "schwerwiegende wirtschaftliche Folgen". Bei dem Treffen soll nach Angaben einer US-Regierungsvertreterin über eine mögliche diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts gesprochen werden. Blinken und Lawrow hatten bereits am Dienstag miteinander telefoniert.

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Am Mittwoch trifft Blinken in Kiew außerdem den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Außenminister Dmytro Kuleba. Am Donnerstag reist er dann für Gespräche mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und den Außenministern Frankreichs und Großbritanniens nach Berlin.

Wegen eines massiven russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine befürchtet der Westen, dass Russland einen Einmarsch in das Nachbarland vorbereitet. Die Regierung in Moskau bestreitet das.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/AFP

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