Politik

Wahl in Mecklenburg-Vorpommern Wer mit wem im Schweriner Schloss?

In Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich für die SPD eine komfortable Lage ab: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kann sich nach der Wahl wohl einen Koalitionspartner aussuchen. Welche Parteienbündnisse wären denkbar?

Kommt es im Schweriner Landtag zu einer Fortsetzung der rot-schwarzen Koalition? Welche Regierungskonstellationen wären auf Grundlage erster Hochrechnungen rechnerisch möglich, welche Bündnisse sind politisch denkbar? Der ntv.de Koalitionsrechner zeigt die wahrscheinlichen Mehrheitsverhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern:

*Datenschutz

Der Wahlsieg der SPD ist sicher, mit wem SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig regieren wird, scheint offen wie selten: Grünen und Liberalen dürfte der Wiedereinzug ins Landesparlament zu gelingen. Die CDU mit Spitzenkandidat Michael Sack fuhr ihr mit Abstand schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in dem Bundesland seit 1990 ein. Auch die Linke musste Verluste hinnehmen. Damit stehen der SPD gleich mehrere Koalitionsoptionen mit wesentlich schwächeren Partnern offen.

*Datenschutz

Schwesig sprach von einem "klaren Votum" für ihre Partei. Die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern hätten "ganz klar die SPD und mich mit der Regierungsbildung beauftragt". Ihr Ziel sei eine "stabile Regierung", sagte sie am Sonntag.

CDU-Spitzenkandidat Michael Sack sprach von einem enttäuschenden Ausgang der Wahl. Das Ergebnis werde seine Partei in den nächsten Tagen aufarbeiten. Ob die CDU auch weiterhin für eine Koalition mit der SPD zur Verfügung stehen würden, ließ er zunächst offen. Der Landesvorstand werde am Montagabend darüber beraten, sagte er. Zwar hätten die Bürger der Landesregierung ein "gutes Zeugnis" ausgestellt, aber die CDU habe davon nicht profitieren können. CDU-Generalsekretär Wolfgang Waldmüller bezeichnete das Ergebnis als "eine Katastrophe".

Der frühere Berufsschullehrer Sack hatte im Wahlkampf einen schweren Stand: In den Umfragen rutschte die CDU zuletzt immer weiter ab. Mit einem prognostizierten Stimmanteil von nur noch 15 Prozent musste sich die Partei bereits im Vorfeld der Wahl auf ein historisch schwaches Wahlergebnis einstellen.

Dazu kamen die Wirren um den konservativen Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor, der nach einer Lobbyisten-Affäre auf eine Kandidatur zum CDU-Landesvorsitzenden verzichten musste. Die Christdemokraten stellten stattdessen Landrat Sack aus Vorpommern-Greifswald als Schwesigs Herausforderer auf.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen