Politik

Ministerien-Geschacher der GroKo Wer welches Ressort übernimmt

Lange ringen Union und SPD um einen Koalitionsvertrag. Nun gibt es eine Einigung - auch darüber, welche Partei welches Ministerium verantworten darf. Dabei gibt es offenbar einige Überraschungen.

In ihren Koalitionsgesprächen haben sich CDU, CSU und SPD auf einen Vertrag geeinigt. Dabei haben sich die Parteien grundsätzlich auch auf die Verteilung der Ressorts verständigt. Demnach werden in der neuen Regierung stolze sechs prestigeträchtige Ministerien von Sozialdemokraten geleitet - eine gute Grundlage für SPD-Chef Martin Schulz, seine Parteigenossen von einer neuaufgelegten Großen Koalition zu überzeugen. Hier ein Überblick über die mögliche Verteilung der Ressorts sowie die Favoriten auf die vakanten Ministerposten.

- Kanzlerin und Regierungschefin bleibt Amtsinhaberin Angela Merkel.

- Chef des Kanzleramts wird offenbar Helge Braun. Er ist derzeit Staatsminister bei der Bundeskanzlerin.

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Die SPD-Unterhändler haben offenbar - zumindest was die Ressortvergabe anbelangt - gut verhandelt.

(Foto: dpa)

- Unklar ist ebenfalls noch die Besetzung des Außenministerpostens. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge soll nicht der bisherige Amtsinhaber Sigmar Gabriel, sondern SPD-Chef Martin Schulz künftig das Top-Ressort leiten. Dafür könnte er den Parteivorsitz abgeben.

- Auch das Finanzministerium fällt der SPD zu. Verhandlungskreisen zufolge soll Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz dafür nach Berlin wechseln. Demnach soll er auch Vizekanzler werden.

- Ein weiteres Schlüsselressort unter Regie der SPD wird das für Arbeit und Soziales. Offenbar soll Eva Högl den Posten übernehmen.

- Stattdessen erhalten die Christsozialen ein neu strukturiertes Innenministerium. Aus Koalitionskreisen heißt es, dass CSU-Chef Horst Seehofer nach Berlin wechseln soll. Demnach wird sein Ressort durch die Bereiche Bau und Heimat aufgewertet. Der bisherige Amtsinhaber Thomas de Maizière wird der künftigen Bundesregierung nicht angehören. Dies sagte der langjährige Minister vor dem Konrad-Adenauer-Haus.

- Ebenfalls unter Leitung der CSU wird das Ministerium für Verkehr und Digitales stehen. Den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge soll Generalsekretär Andreas Scheuer die Nachfolge von Alexander Dobrindt antreten.

- Außerdem soll die CSU das Entwicklungs-Ressort verantworten. Wie das RND berichtet, ist hierfür die bisherige Parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Dorothee Bär, vorgesehen.

- Die CDU wird das Wirtschaftsministerium leiten. Angeblich soll Peter Altmaier das bisher von SPD-Frau Brigitte Zypries gelenkte Ressort übernehmen.

- Auch das Verteidigungsressort bleibt in christdemokratischen Händen. Ursula von der Leyen darf offenbar ihren Posten behalten.

- Das Justizministerium wird weiter von der SPD geleitet - ob abermals von Heiko Maas, ist noch nicht sicher.

- Dies gilt auch für das Familienministerium, dem aktuell Katharina Barley vorsteht. Über die künftige Besetzung kursieren derzeit noch keine Gerüchte, vermutlich bleibt es bei Barley.

- Gleiches gilt für das Umweltressort, das ebenfalls der SPD zufällt und aktuell von Barbara Hendricks geführt wird.

- Im Gesundheitsministerium steht ein Wechsel an. Laut RND räumt Hermann Gröhe seinen Posten für die bisherige parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz.

- Hermann Gröhe wiederum wechselt demnach ins Ministerium für Bildung und Forschung.

- Das Ressort Ernährung und Landwirtschaft übernimmt Julia Klöckner.

Quelle: n-tv.de, cri