Politik

RTL/ntv-TrendbarometerSPD findet aus dem Keller nicht heraus

24.03.2026, 13:03 Uhr
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Zwölf Prozent, dabei bleibt es für die Sozialdemokraten. Nur vier Prozent halten die SPD für eine Partei, die Deutschlands Probleme lösen kann. Derweil sind die wirtschaftlichen Erwartungen so schlecht wie lange nicht.

Die politische Stimmung in Deutschland dreht sich nicht zugunsten der SPD, die bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ihre zweite schmerzhafte Niederlage in diesem Jahr einstecken musste. Im Trendbarometer von RTL und ntv verharren die Sozialdemokraten bei 12 Prozent - und damit deutlich unter ihrem historisch schlechten Bundestagswahlergebnis.

Die Union verliert den Punkt wieder, den sie in der Vorwoche zugelegt hatte. Da zugleich die AfD um einen Punkt zulegt, liegen CDU und CSU nur noch knapp vor der Rechtspartei. Für die Grünen ändert sich nichts, sie bleiben die stärkste Kraft im Mitte-Links-Spektrum. Die Linke gibt einen Punkt ab. Das BSW verharrt bei 3 Prozent, die FDP liegt unter dieser Marke und wird daher weiterhin nicht gesondert ausgewiesen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • CDU/CSU 26 Prozent (Bundestagswahl am 23.2.2025: 28,5 Prozent)

  • AfD 25 Prozent (20,8 Prozent)

  • Grüne 15 Prozent (11,6 Prozent)

  • SPD 12 Prozent (16,4 Prozent)

  • Linke 10 Prozent (8,8 Prozent)

  • BSW 3 Prozent (4,981 Prozent)

  • Sonstige 9 Prozent (4,6 Prozent)

Der Anteil der Nichtwählerinnen und Nichtwähler sowie der Unentschlossenen liegt mit 25 Prozent weiter über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).

Die Daten für das Trendbarometer wurden zwischen dem 17. und dem 23. März erhoben; der CDU-Erfolg bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz spiegelt sich darin also noch nicht wider. Nachdem die SPD zwei Wochen zuvor bei der Wahl in Baden-Württemberg nur auf 5,5 Prozent gekommen war, erreichte sie in Rheinland-Pfalz zwar 25,9 Prozent. Sie verlor jedoch im Vergleich zu 2021 rund zehn Prozentpunkte. Den Ministerpräsidenten in Rheinland-Pfalz stellt künftig die CDU - erstmals seit 35 Jahren.

Im aktuellen Trendbarometer verliert die Union auch bei der Einschätzung zur politischen Kompetenz. Im Vergleich zur Vorwoche geben CDU und CSU zwei Prozentpunkte ab, während die AfD zwei Punkte hinzugewinnt. Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, nennen aktuell 17 Prozent die Union, 13 Prozent die AfD und 8 Prozent die Grünen. Der SPD billigen weiterhin nur 4 Prozent politische Kompetenz zu, der Linken 3 Prozent. Wie in der Vorwoche trauen 52 Prozent der Wahlberechtigten keiner Partei die Lösung der Probleme zu.

Keine schlechten Nachrichten gibt es für die Union indes mit Blick auf die Werte des Bundeskanzlers. Mit der Arbeit von Friedrich Merz zufrieden sind unverändert 25 Prozent der Deutschen. Gut ist dieser Wert allerdings auch nicht.

Deutlich verschlechtert haben sich die Wirtschaftsaussichten. Nur noch 14 Prozent sagen, die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland würden sich in den kommenden Jahren verbessern. 66 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Einen solchen Wert gab es zuletzt im Oktober 2025.

Der Krieg im Nahen Osten ist mit 58 Prozent das Thema, das die Deutschen mit Abstand am meisten bewegt. Weitere außenpolitische Themen bleiben der anhaltende Krieg in der Ukraine (18 Prozent), Konflikte und Krieg in der Welt allgemein (11 Prozent) und die Situation in den USA (10 Prozent).

Unter den innenpolitischen Themen interessieren die Deutschen vor allem - und mit weiter steigender Tendenz - die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage insgesamt (29 Prozent) und speziell die hohen Benzinpreise (22 Prozent), gefolgt von der Arbeit der Bundesregierung und der schwarz-roten Koalition (19 Prozent). Die Landtagswahlen (9 Prozent) und das Thema Umwelt, Klima (5 Prozent) schaffen es nur auf die hinteren Plätze.

Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 17. und 23. März erhoben. Datenbasis: 2501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.

Quelle: ntv.de, hvo

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