Politik

Mehr als verdoppelt Zahl ausländischer Altenpfleger nimmt zu

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Arbeiten als Fachkräfte, Spezialisten und Experten: ausländische Staatsbürger in der deutschen Altenpflege

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Anstrengungen der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben, zeigen Wirkung: In den letzten Jahren steigt die Zahl der ausländischen Altenpfleger deutlich an. Hunderttausende kommen jedes Jahr zum Pflegen nach Deutschland.

Die Zahl der ausländischen Altenpflegekräfte in Deutschland ist deutlich gestiegen. Waren am 31. März 2013 nur gut 30.000 in der Altenpflege tätig, stieg die Zahl bis Ende März 2019 auf knapp 80.000 an, wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit berichtete. Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, verwies auf die 300.000 Hilfskräfte in Privathaushalten, die dazugezählt werden müssten.

Von den knapp 80.000 ausländischen Altenpflegekräfte waren rund 50.000 als Helfer beschäftigt, wie die Zeitung weiter berichtete. Knapp 30.000 ausländische Staatsbürger arbeiten demnach als Fachkräfte, Spezialisten und Experten in der deutschen Altenpflege.

Insgesamt arbeiteten Ende März 2019 demnach knapp 600.000 Beschäftigte in der Altenpflege, 284.000 als Helfer, rund 305.000 als Fachkräfte sowie knapp 10.000 als Spezialisten und Experten. Die Anstrengungen der Bundesagentur und verstärkt auch der Bundesregierung, den Pflegenotstand durch ausländische Kräfte zu lindern, zeigen bereits spürbare Wirkungen, wie die Zeitung weiter berichtete.

Brysch sagte, die offiziellen Zahlen zeigten nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit. "Denn die bis zu 300.000 Hilfskräfte aus Ost- und Südosteuropa in privaten Haushalten erscheinen in keiner offiziellen Statistik." Ohne die vornehmlich weiblichen Hilfskräfte aus Polen, Bulgarien, Rumänien oder der Ukraine "wäre die Pflege in den eigenen vier Wänden schon längst zusammengebrochen", betonte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz. "Schließlich leben über drei Millionen Pflegebedürftige daheim."

Quelle: ntv.de, jru/ AFP