Ratgeber

Elektrische Zahnbürsten im Test Doppelsieg für Braun

Zahnersatz ist teuer - besser, man sorgt dafür, dass er gar nicht nötig wird. Für Putzmuffel und Saubermänner gibt es elektrische Zahnbürsten. Die Preisspanne ist gewaltig – die Leistungsspanne weniger, wie eine Untersuchung der "Stiftung Warentest" zeigt. Für ein "gutes" Modell muss man nur 30 Euro ausgeben.

zahn1.jpg

Zehn elektrische Zahnbürsten haben die Tester geprüft.

(Foto: Andreas Buck)

Eine elektrische Zahnbürste ist nicht unbedingt erforderlich, um die Zähne zu reinigen. Mit einer Handzahnbürste und etwas Putzgeschick bekommt man es ebenso gut hin. Nicht mal Zeit lässt sich mit der elektrischen Zahnbürste sparen. Denn auch hier lautet die Empfehlung der Zahnärzte: Mindestens zweimal täglich zwei Minuten putzen – gerne auch etwas länger. Dennoch hat die elektrische Zahnbürste inzwischen viele Badezimmer erobert, weil sie die tägliche Zahnputz-Routine erleichtert. Einfaches Hin- und Hergeschrubbe reicht beim Zähneputzen nämlich nicht aus - hier können elektrische Zahnbürsten eine gute Hilfe sein. Ein eingebauter Zeitmesser signalisiert bei einigen Modellen, wie lange man putzen muss und der Bürstenkopf erledigt die Arbeit. Der Nutzer muss die pulsierende oder oszillierende Bürste nur von Zahn zu Zahn führen.

Unterschiedliche Reinigungstechnik

Grundsätzlich kommen bei den elektrischen Zahnbürsten zwei unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Welche, ist für jeden leicht am Bürstenkopf zu erkennen: Bei Varianten mit rundem Bürstenkopf rotiert dieser hin und her und pulsiert manchmal noch. Der Bürstenkopf ist zudem recht klein, so dass sich diese Variante eher für fleißige Putzer eignet, die die nötige Ruhe mitbringen, von Zahn zu Zahn zu wandern.

Längliche Bürstenköpfe, die eher der klassischen Zahnbürste ähneln, kommen bei so genannten Schallzahnbürsten zum Einsatz. Hier reinigt nicht etwa der Schall die Zähne, sondern damit wird umschrieben, dass sich die Borsten sehr schnell hin und her bewegen. Wegen des größeren Bürstenkopfes erreicht man in kürzerer Zeit mehr Zähne. Kürzer putzen darf man deshalb allerdings trotzdem nicht.

Putzmaschine schafft gleiche Voraussetzungen

zahn2.jpg

Die Bürsten schrubben künstliche Beläge von präparierten Modellzähnen.

(Foto: Andreas Buck)

Die Preisspanne der elektrischen Putzhelfer ist gewaltig. Bei zehn von der Stiftung Warentest untersuchten Modellen reicht sie von 5,55 bis 149 Euro, wobei es sich bei der Billigzahnbürste Colgate Sonic Energy eher um ein Spielzeug als eine wirkliche Alternative handelt.

Um die Putzergebnisse vergleichbar zu machen, hat die Stiftung Warentest eine Putzmaschine eingesetzt. Dort wurden die Zahnbürsten eingespannt und mussten unter definierten Bedingungen Modellzähne reinigen. Mit in das Ergebnis sind auch Handhabung, Umwelteigenschaften und der Stromverbrauch eingeflossen. Im Schnitt halten die elektrischen Zahnbürsten sechs Jahre. Danach müssen sie als Elektroschrott entsorgt werden.

Testsieger für jeden Geldbeutel

Im Test haben vor allem die Modelle des Herstellers Braun überzeugt. Testsieger mit einem stolzen Preis von 120 Euro ist die Oral B Triumph 5000. Mit der Note 1,5 erreicht sie gerade noch das Prädikat "sehr gut", als einzige Zahnbürste im Test. Mit der Note 1,7 schrammt die Oral B Professional Care 500 zwar an der Spitzenbewertung vorbei, doch sie erledigt die Aufgabe annähernd genauso gut, kostet aber nur 30 Euro.

Die Unterschiede zwischen den Modellen liegen in einer umfangreicheren Erstausstattung und zusätzlichen Funktionen, die manch einer als Spielerei, ein anderer als sinnvolle Hilfe bezeichnen würde. Ein externes Gerät zeigt beim Testsieger beim Putzen beispielsweise an, wenn man die Bürste zu stark aufdrückt, Putzzeiten sind verstellbar und es gibt verschiedene Reinigungsmodi, um Kunden mit empfindlichen Zähnen entgegenzukommen. Beide Braun-Modelle sind Rundkopf-Zahnbürsten.

Folgekosten im Auge behalten

Die beste Schallzahnbürste ist die Philips Sonicare CleanCare für 41,50 Euro. Auch sie ist mit einer Note von 1,7 im oberen "guten" Bereich. Herausragend ist die Akkulaufzeit: Eine Ladung reicht für 133 Minuten putzen. Man kann die Zahnbürste also bedenkenlos mit in den Urlaub nehmen, ohne irgendwann per Hand weiterschrubben zu müssen. Wermutstropfen ist allerdings der Preis für eine Ersatzzahnbürste. Der fällt mit zwölf Euro pro Stück doppelt so hoch aus wie bei den Braun-Geräten im Test. Wenn man bedenkt, dass spätestens alle drei Monate ein Wechsel nötig ist, kommt einiges zusammen. Nach Erkältungen oder Atemwegsinfektionen sollte man aus hygienischen Gründen direkt den Bürstenkopf wechseln.

Die Folgekosten der elektrischen Zahnbürsten sind also nicht unerheblich. Mustergültig sind in dieser Disziplin die Modelle Carrera Rotobrush und Dontodent Professional Clean der Drogeriemarktkette dm. Die Ersatzbürsten kosten hier nur 1,25 bzw. 1,80 Euro. Auch die Anschaffung ist mit 17 bzw. 20 Euro günstig. Beide Modelle sind im Test ebenfalls mit dem Qualitätsurteil "gut" bewertet worden.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen