Krankenhaus-Zusatzversicherungen Nur drei Anbieter "sehr gut"
Gesetzlich Krankenversicherte sollten ein Angebot ihrer Kasse für eine Krankenhaus-Zusatzversicherung nicht unbesehen unterschreiben.
Gesetzlich Krankenversicherte sollten ein Angebot ihrer Kasse für eine Krankenhaus-Zusatzversicherung nicht unbesehen unterschreiben. Denn die Kassen vertreiben nur Zusatzversicherungen von wenigen privaten Versicherern, erläutert die Stiftung Warentest. Für den Kunden sei nicht ersichtlich, ob die ihm angebotene Leistung zum Beispiel für Chefarztbehandlung und Einzelzimmer die beste und günstigste auf dem Markt ist.
Sinnvoller sei ein Vergleich verschiedener Tarife. Wer einen passenden gefunden hat, sollte dann bei der eigenen Kasse nachhaken, ob dieser dort mit Rabatt abgeschlossen werden kann, rät die Stiftung. Will der Versicherte später die Kasse wechseln, könne er den Vertrag zu normalen Konditionen ohne den Preisnachlass weiterführen.
In einem Test von 94 Krankenhaus-Zusatztarifen vergaben die Warentester dreimal die Note "sehr gut" (Tarife der Huk-Coburg, LKH, Arag) und 21 Mal ein "gut". Weitere 21 Tarife schnitten nur mit "ausreichend" und 2 sogar mit "mangelhaft" ab - weil das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmte oder sich die Beiträge in den vergangenen acht Jahren ungünstig entwickelt haben.