Ratgeber
Mittwoch, 30. Mai 2007

Steuermindernder Einsatz: PC, Internet, Telefon

Steuerzahler sollten prüfen, ob sie Kosten für ihren Computer und Internet- oder Telefonanschluss steuerlich absetzen können. Darauf weist der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) in Berlin hin.

Wer private Geräte und Anschlüsse auch beruflich nutzt, kann sie in der Ende Mai fälligen Steuererklärung für das Jahr 2006 als Werbungskosten geltend machen. Bei der Nutzung des Computers ist für die Finanzämter der prozentuale Anteil der beruflichen Nutzung maßgeblich.

Dabei gehen sie grundsätzlich von einer Aufteilung von jeweils 50 Prozent aus. Um einen größeren Anteil anzugeben, müssen Arbeitnehmer eine schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers einreichen oder drei Monate lang die Nutzung des Computers aufgezeichnet haben, rät der Verband. Die Anschaffungskosten werden allerdings nicht auf einen Schlag geltend gemacht, sondern über drei Jahre verteilt. Das gelte auch für Geräte wie Drucker, Monitor oder Modem. Pro Jahr sind außerdem Verbrauchsmaterialien wie Toner, Papier oder Software bis zu einem Kaufpreis von 410 Euro abzugsfähig.

Bei Telefongesprächen und Internetzugang erkennt das Finanzamt 20 Prozent der Aufwendungen an, heißt es weiter. Maximal können allerdings 20 Euro pauschal als Werbungskosten angegeben werden. Wer höhere Aufwendungen geltend machen will, sollte mindestens drei Monate Gebrauch nachweisen können. Bei Internetanschlüssen werde meist eine Aufteilung von jeweils 50 Prozent für berufliche und private Nutzung angenommen.

Rechnungen für Computer- und Softwarekurse, die in Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen, können in voller Höhe als Werbungskosten angegeben werden. In jedem Fall sollte eine Teilnahmebestätigung vorgelegt werden, rät der Bitkom. Dann können neben den Kursgebühren auch Fahrtkosten, Übernachtungskosten und Mehraufwendungen für Verpflegung geltend gemacht werden.

Quelle: n-tv.de