Ratgeber

Arzneimittel billiger kaufenRichtige Versandapotheke finden

15.01.2008, 08:16 Uhr

Arzneimittel über das Internet zu kaufen, kann Geld und Zeit sparen. Versandapotheken bieten gängige Medikamente häufig zu wesentlich günstigeren Preisen an als die Apotheken vor Ort.

Arzneimittel über das Internet zu kaufen, kann Geld und Zeit sparen. Versandapotheken bieten gängige Medikamente häufig zu wesentlich günstigeren Preisen an als die Apotheken vor Ort. Die Bestellung per E-Mail oder Telefon ist für Berufstätige oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen zudem eine Erleichterung im Alltag. Mit 1842 zugelassenen Unternehmen machen die Internet-Apotheken inzwischen fast zehn Prozent der deutschen Apotheken aus. Allerdings gibt es auch schwarze Schafe, die mit nicht zugelassenen oder falsch dosierten Medikamenten die Gesundheit ihrer Kunden gefährden.

Für legale Versandapotheken gelten die gleichen Maßstäbe für Verbraucherschutz und Arzneimittelsicherheit wie für Apotheken vor Ort. Sie dürfen nur Medikamente ausliefern, die für den deutschen Markt zugelassen sind und Informationen in deutscher Sprache enthalten. Das gilt auch für Anbieter, die im europäischen Ausland sitzen. Es lohnt sich, bei der eigenen Krankenkasse nach qualifizierten Internet- oder Versandapotheken zu fragen. Dabei können gleichzeitig Informationen über die Erstattung der Kosten für die Arzneimittel eingeholt werden, die über den Versandhandel bezogen werden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Suchmaschinen wie medizinfuchs.de, medpreis.de oder medipreis.de. Bei Versandapotheken aus Deutschland werden die erstattungsfähigen Arzneimittel in der Regel bezahlt. Bei einer Bestellung in anderen Ländern sollten die Bedingungen im Vorfeld mit der Krankenkasse abgeklärt werden.

Rahmendaten überprüfen

Wer auf eigenen Faust im Internet sucht, sollte sich die entsprechenden Web-Seiten genau ansehen. Zu überprüfen ist unter anderem, ob es ein Impressum und eine vollständige Postanschrift gibt und ob eine Person oder Organisation genannt wird, die für die Seite verantwortlich ist. Wichtig sind Informationen zur beruflichen Qualifikation der Verantwortlichen, da nur Apotheken Arzneimittel verkaufen dürfen. Auf ein seriöses Angebot weisen zudem eine regelmäßige Aktualisierung der Seite und ausgewogene Informationen zu Vor- und Nachteilen der Mittel hin. Um sicher zu gehen, sollten die Inhalte mit Hilfe von anderen Quellen, einem Arzt oder einem Apotheker überprüft werden. Viele Apotheken verpflichten sich freiwillig, einen bestimmten Verhaltenskodex einzuhalten oder sich von einer unabhängigen Organisation überprüfen zu lassen. Entsprechende Qualitätssiegel sind normalerweise auf der Internet-Seite zu finden.

Vorsicht ist geboten, wenn rezeptpflichtige Medikamente ohne Vorlage eines entsprechenden Rezeptes verkauft oder wenn Präparate als garantiert risikofrei angeboten und die Nebenwirkungen verschwiegen werden. Auch von einer Beratung durch virtuelle Ärzte, die Arzneimittel verordnen, ist abzuraten. Wenn das Verlassen der Seite verhindert und besonders aggressiv geworben wird, ist das ein deutlicher Hinweis auf unseriöse Geschäftspraktiken. Das Anpreisen von Wunderheilmitteln und sensationellen Ergebnissen sollte den Kunden ebenfalls stutzig machen und dazu bewegen, einen anderen Anbieter auszuwählen.