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Miese Nummern Was Vorwahlen kosten

Bei Service-Hotlines bestimmt die Vorwahl, welche Kosten auf den Anrufer zukommen.Was verbirgt sich unter der 0800, was hinter der 0180? Und ist die 0137 günstiger als die 0138? Hier ein Überblick.

Bloß keine Kontodaten am Telefon ausplaudern! (Bild: dpa)

0800 ist eine sichere Nummer.

Bei Anrufen auf Service-Rufnummern von Unternehmen sollen Verbraucher künftig nicht mehr für Endlos-Warteschleifen zahlen müssen. Die Bundesregierung hat einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Der tritt aber erst nächstes Jahr in Kraft. Bis dahin müssen Verbraucher noch genau hinsehen, welche Vorwahlen sie anrufen.

0800: Die Vorwahl ermöglicht kostenfreie Anrufe bei Servicehotlines - auch mit dem Handy. Die Kosten übernehmen Unternehmen oder Behörden, die eine solche Rufnummer anbieten. Nach Angaben des Branchendienstes Teltarif sind aber viele 0800-Nummern für Anrufe von Handys und aus Telefonzellen gesperrt - wegen der hohen Kosten für die Unternehmen.

0180: Hier teilen sich Verbraucher und das angerufene Unternehmen zumindest theoretisch die Kosten. Über die Gebühr entscheidet die erste Ziffer nach der 0180. Unter 0180-1 entste en Kosten von vier Cent für jede angefangene Minute bei Anrufen aus dem Festnetz, bei 0180-3 sind es neun Cent, und bei 0180-5 fallen 14 Cent an. Bei der Vorwahl 0180-2 zahlen Verbraucher eine Pauschale von sechs Cent pro Anruf, unter 0180-4 sind es 20 Cent. Für Anrufe von Handys zu diesen Nummern weichen die Gebühren bislang in aller Regel deutlich ab. Die Kosten müssen seit März angegeben werden, als Preisobergrenze für Handyanrufe gelten 42 Cent pro Minute.

0137 und 0138: Bei beiden Vorwahlen handelt es sich um Nummern, die vor allem Fernsehsender für Gewinnspiele oder bei Abstimmungen einsetzen. Für die Sender hat sich dies zu einer erheblichen Einnahmequelle entwickelt. Unter 0137-1 und 0137-5 kostet der Anruf pauschal 14 Cent aus dem Festnetz. Unter 0137-6 sind es einmalig 25 Cent, bei 0137-7 ein Euro, bei 0137-8 und 0137-9 sind es 50 Cent. Auf Minutenbasis erfolgt die Abrechnung unter 0137-2, 0137-3, 0137-4 und 0138. Jede angefangene Minute kostet hier 14 Cent. Die Kosten für Anrufe vom Handy weichen hiervon ebenfalls in aller Regel deutlich ab.

0900: Hinter der Vorwahl verbergen sich sogenannte Premiumdienste - in aller Regel Unterhaltungsangebote oder Service-Hotlines von Unternehmen. Feste Gebührenvorgaben für die Anbieter gibt es nicht, ein Anruf unter einer 0900-Nummer darf pro Minute aber höchstens drei Euro kosten und muss nach spätestens 60 Minuten automatisch beendet werden. Daneben können sich Anbieter für eine zeitunabhängige Abrechnung entscheiden - die Kosten fallen also pro Anruf an. Hier beträgt die Gebühren-Obergrenze 30 Euro. Die Gebühren für 0900-Verbindungen müssen vor Beginn der Berechnung angesagt werden.

118: Hier handelt es sich um Auskunftsrufnummern, bei denen Verbrauchern ebenfalls hohe Kosten entstehen können. Ein Beispiel für eine Auskunftsnummer ist die Telefonauskunft der Deutschen Telekom unter 11833. Ein Anruf aus dem Telekom-Festnetz kostet hier 1,99 Euro pro Minute. Für die Vermittlung von Gesprächen fallen weitere Gebühren an. Von Handys sind die Gebühren auch hier oft noch höher.

Quelle: n-tv.de, AFP

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