Ratgeber
Freitag, 27. Juni 2014

Mediterrane Delikatesse: Welche Olive ist die beste?

Sie ist der Inbegriff der mediterranen Ernährung: die Olive. Ihr Öl ist in aller Munde, sie selbst wird aber in Mitteleuropa noch weitestgehend ignoriert. Zu unrecht. Denn Oliven sind gesund. Stiftung Warentest hat die leckersten schwarzen Früchte gefunden.

Lecker und gesund. Die Olive.
Lecker und gesund. Die Olive.(Foto: imago stock&people)

Viel Sonne, mediterranes Klima und etwas Zeit. Das braucht es, um Oliven am Baum reifen zu lassen. Je länger sie dort hängen, desto dunkler werden sie. Doch nicht alle in den Lebensmittelgeschäften erhältlichen schwarzen Oliven sind natürlich gereift. Es ist erlaubt, grüne, unreife Früchte zu färben und als schwarze zu verkaufen.

Um die grünen Oliven schwarz aussehen zu lassen, können die Hersteller zwei Zusatz­stoffe verwenden: Eisen-II-Gluconat (E 579) und Eisen-II-Lactat (E 585). Das erlaubt die europäische Zusatz­stoff­ver­ordnung. Die beiden Eisensalze sind gesundheitlich unbe­denk­lich. Eine entsprechende Deklarationspflicht besteht nur für lose verkaufte Oliven. Bei in Gläsern verkauften muss nur auf dem Etikett der Stabilisator in der Zutaten­liste aufgeführt sein. Zu erkennen sind diese aber auch an der uniformen pech­schwarzen Farbe. Gereifte Oliven sehen hingegen uneinheitlich aus und sind eher aubergine­farben.

Stiftung Warentest hat je zehn Produkte geschwärzte und natürlich gereifte Oliven getestet. Im Schnitt sind die am Baum gereiften Oliven teurer als die gefärbten – schneiden im Test aber auch etwas besser ab: Sechs sind gut, vier befriedigend. Bei den Geschwärzten gab es dreimal gut, fünfmal befriedigend. Einmal ausreichend und einmal mangelhaft. Grundsätzlich konnten die Tester feststellen, dass natürlich gereifte Oliven milder und vollmundiger schmecken als unreife. Diese schmecken zwar auch nach Olive, ihnen fehlt aber die aromatische Note.

Testsieger kommen aus Griechenland

Die zugelassene Höchst­menge von 150 Milligramm Eisensalz je Kilo zur Färbung wurde bei allen Produkten im Test eingehalten. Am besten schnitten hier die Oliven von Kattus für durchschnittlich 1,13 Euro für 100 Gramm ab (gut/2,3). Kein Genuss sind die geschwärzten Oliven von Netto Marken-Discount. Sie schme­cken laut der Tester nach verbranntem Kunststoff (mangelhaft/5,0).

Bei den natürlich Gereiften sind die Alnatura Bio Kalamon Oliven aus Griechenland der Testsieger (gut/1,8). 100 Gramm kosten 1,51 Euro. Aber auch die Rapunzel Kalamata Oliven für 2,86 Euro pro 100 Gramm konnten überzeugen. Die ebenfalls aus Griechenland stammenden Früchte wurden mit gut/1,9 bewertet.

Übrigens: Gepflückt vom Baum sind Oliven ungenieß­bar, sie enthalten zu viele Bitter­stoffe. Ein Salzbad schafft hier Abhilfe. Mehrere Monate dauert das Entbittern in Salzlake. Diese traditionelle Methode wird allerdings meist nur noch von Bioanbietern angewandt. In nur wenigen Stunden entbittern Oliven in Natron­lauge. Für den Geschmack kommen aber auch diese Oliven anschließend ein paar Tage in Salzlake.

Doch Oliven sind nicht nur salzig, sondern auch gesund. Ihr Fett besteht zu einem Groß­teil aus gesundheitlich wert­vollen einfach ungesättigten Fett­säuren.

Quelle: n-tv.de