Regionalnachrichten

HessenWeit mehr als 200 Freiwillige Polizeihelfer in Hessen

25.07.2026, 04:01 Uhr
Sie-sollen-der-Polizei-helfen
(Foto: Michael Bauer/DPA)

Sie sollen bei der Gefahrenabwehr unterstützen und haben auch präventive Aufgaben. Wie ist der Freiwillige Polizeidienst in Hessen aufgestellt?

Wiesbaden (dpa/lhe) - In den vergangenen Jahren sind in Hessen weit mehr als 200 Männer und Frauen im Freiwilligen Polizeidienst tätig gewesen. Mit Stand April dieses Jahres unterstützten 266 Helfer die Vollzugspolizei in mehr als 60 Kommunen landesweit, teilte Innenminister Roman Poseck (CDU) auf eine Kleine Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Maximilian Müger mit. In den Jahren 2025 und 2024 seien es 281 beziehungsweise 277 Helfer gewesen. Die durchschnittliche monatliche Einsatzzeit habe bei rund 6,5 Stunden gelegen. Den Freiwilligen Polizeidienst gibt es in Hessen seit dem Jahr 2000.

Helfen bei der Gefahrenabwehr

Die Tätigkeit richte sich auf unterstützende Aufgaben bei der Gefahrenabwehr, heißt es in der Antwort. "Hierzu zählen insbesondere die sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum, die Beobachtung von sicherheitsrelevanten Sachverhalten sowie die Weitergabe von Erkenntnissen an die Polizei." Darüber hinaus hätten die Helfer präventive Aufgaben, zum Beispiel durch ihre Ansprechbarkeit vor Ort.

Es gibt auch Anfeindungen

"Im Zeitraum von 2015 bis 2025 wurden insgesamt zehn Angehörige des Freiwilligen Polizeidienstes im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit Opfer von Straftaten." Hierbei habe es sich um Beleidigungen, Widerstandshandlungen, Nötigungen und in einem Fall um Körperverletzung gehandelt.

Nach Angaben des Innenministeriums sind die freiwilligen Polizeihelferinnen und Polizeihelfer nicht bewaffnet, sondern zu ihrem eigenen Schutz mit Pfefferspray ausgerüstet. Die Ausbildungsdauer beträgt 50 Stunden. In dieser Zeit werden sie von fachkundigen Polizeibeamtinnen und -beamten unterrichtet, heißt es auf der Homepage.

Quelle: dpa

Regionales