Sachsen-AnhaltWahl der neuen Weinmajestät: Finalistin jetzt schon stolz

Paula Löber vertritt bei der Wahl der Deutschen Weinmajestät die Region Saale-Unstrut. Kurz vor dem Finale sieht sie ihre eigene Leistung, aber auch die ihrer Wegbegleiter.
Neustadt/Weinstraße/Freyburg (dpa/sa) - Wenige Stunden vor der Wahl der 78. Deutschen Weinmajestät fühlt Kandidatin Paula Löber Freude, Ehrgeiz und Aufregung zugleich. "Ich freue mich sehr, schon allein darüber, dass ich es so weit geschafft habe und auch darauf, die anderen Kandidaten nochmal wiederzusehen", sagte die Gebietsweinkönigin von Saale-Unstrut der Deutschen Presse-Agentur.
Allein, dass die Chance bestehe, dass sie heute Abend zur Weinmajestät ernannt werden könnte, sei "schon absolut eine Wertschätzung, und es zeigt, wie stark ich mich in der Zeit als Gebietsweinkönigin entwickelt habe", zeigte sich Löber selbstbewusst.
Das Finale zur Wahl der Deutschen Weinmajestät findet am Abend im pfälzischen Neustadt an der Weinstraße statt. Über die Gewinnerin entscheidet das Publikum der Live-Sendung, die im SWR, MDR und HR übertragen wird. Abgestimmt wird über eine Onlineplattform des SWR. Dort können Zuschauerinnen und Zuschauer auch während der Sendung mitwirken, indem sie mit den Finalistinnen quizzen und Weine für die Blindverkostung bestimmen.
Krone wäre Teamleistung
Dass eine Deutsche Weinkönigin aus Saale-Unstrut, dem nördlichsten Weinanbaugebiet in Deutschland, kam, ist mittlerweile über 30 Jahre her. Löber hatte sich am vergangenen Samstag in der Vorrunde zur diesjährigen Wahl als eine von fünf Finalistinnen durchgesetzt. Ihr Einzug in das Finale zeige auch die Leidenschaft und Stärke der Region, betonte sie.
Löber stammt aus der Altmark und arbeitet nach einem Studium der Land- und Lebensmittelwirtschaft in der Technik beim Sekt- und Weinhersteller Rotkäppchen-Mumm in Freyburg (Burgenlandkreis). Erste Erfahrungen im Weinbau sammelte sie im Landesweingut Kloster Pforta, von 2022 bis 2024 war sie Bad Kösener Weinprinzessin. Beim Winzerfest in Freyburg wurde sie im September 2025 zur 55. Gebietsweinkönigin gekrönt.
Sollte sie nun auch Deutsche Weinmajestät werden, trage sie zwar die Krone, den Weg dahin sei sie allerdings nicht allein gegangen, betonte Löber. "Ich hatte und habe so viel Unterstützung um mich herum. Eine ganze Region, die mir den Rücken stärkt." Hand in Hand sei die Lösung - auch, um viele Hürden im Leben zu meistern.