ThüringenLandesregierung ruft zu mehr Vorsorge bei Krisen auf

Die Sicherheitslage ist so angespannt wie seit Jahrzehnten nicht. Ein Ausdruck davon: In Thüringen hat erstmals ein Sicherheitskabinett der Landesregierung getagt.
Erfurt (dpa/th) - Die Landesregierung in Thüringen hat die Menschen aufgefordert, sich auf eventuelle Notlagen besser vorzubereiten. Es brauche keinen Krieg, damit es zum Beispiel zu einem großflächigen und langanhaltenden Stromausfall kommen könnte, sagte Innenminister Georg Maier (SPD) in Erfurt.
Es sei deshalb wichtig, dass Menschen sich auf solche Situationen einstellen würden, etwa durch das Anlegen von Lebensmittelvorräten. "Vorbereitung ist das Stichwort", sagte Maier. Zwar müsse auch der Staat zusätzliche Vorkehrungen treffen, um Menschen in Notlagen zu versorgen. Aber ohne die individuelle Vorbereitung der Menschen würden sich große und komplexe Krisen nicht bewältigen lassen.
Die Landesregierung hatte sich zuvor erstmals zu einem Sicherheitskabinett getroffen. Dabei hatten unter anderem Voigt und Maier gemeinsam mit den Chefs der Thüringer Sicherheitsbehörden sowie Vertretern der Bundeswehr über die Sicherheitslage im Land beraten.
Thüringen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) sagte, es sei "ein bisschen in Vergessenheit geraten", dass jeder Einzelne dazu beitragen könne, Krisen zu bewältigen. "Ich finde, Vorsorge ist kein Zeichen von Angst, sondern es ist ein Zeichen von Verantwortung."