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Mehr Angebote für Reisende Easyjet startet innerdeutsche Flüge ab Tegel

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Easyjet startet die Offensive in Tegel.

(Foto: REUTERS)

Easyjet nimmt seinen Betrieb in Berlin-Tegel auf und fliegt erstmals innerdeutsche Ziele wie München und Düsseldorf an. Der britische Billigflieger schließt nach dem Ende von Air Berlin damit einige Lücken im Flugplan. Geplant ist allerdings noch mehr.

Nach dem Abschied von Air Berlin startet der Käufer Easyjet am Berliner Flughafen Tegel. Die britische Fluggesellschaft bietet mit dem Erstflug nach München erstmals einen innerdeutschen Flug an. Von Sonntag an fliegt Easyjet ab Tegel 19 Ziele an, davon vier in Deutschland. So sind zwischen Berlin und Düsseldorf in jede Richtung 40 Flüge wöchentlich geplant, wie das Unternehmen ankündigte. Auch Ziele wie Wien, Zürich oder Rom werden ins Programm genommen. Größter Konkurrent im Billigsegment ist die Lufthansa-Tochter Eurowings.

Easyjet verstärkt damit den Wettbewerb. Das britische Unternehmen hat schon in Berlin-Schönefeld zwölf Maschinen stationiert und bietet ab diesem Standort 51 Strecken an. Bis zum Sommer will die Fluggesellschaft nun in Tegel die 25 Maschinen einsetzen, die von der insolventen Air Berlin übernommen wurden. Tegel wird damit nach London-Gatwick der zweitgrößte Standort des Unternehmens.

Besserung bei Ticketpreisen?

In der Anfangsphase wird ein Teil der Flüge ab Tegel von Partner-Airlines durchgeführt, darunter Condor, SmartLynx und WDL. Die innderdeutschen Ticketpreise lagen bislang relativ hoch, weil mit dem Ende von Air Berlin ein Konkurrent der Lufthansa weggefallen ist und sich so das Angebot an Inlandstickets verknappte.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup bezeichnete den Start von Easyjet in Tegel als "ganz wichtige Entwicklung" für den Standort Berlin. Damit bringe der Billigflieger wieder Konkurrenz auf Strecken vor allem in Deutschland, sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Mit Easyjet komme eine sehr wettbewerbsstarke Fluggesellschaft nach Tegel, das sei für die Kunden eine "sehr gute Nachricht", sagte er mit Blick auf mögliche Preissenkungen für Tickets.

Easyjet will nach dem Air Berlin-Deal sein Engagement in Deutschland kräftig ausweiten und die Passagierzahl mehr als verdoppeln. Im Geschäftsjahr 2018 (per Ende September) werde man voraussichtlich 18 Millionen Fluggäste befördern, sagte Europachef Thomas Haagensen zum Start des ersten Fliegers von Berlin-Tegel.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP/dpa/rts