Reise

Schule, Stammkneipe, Elternhaus Touren durchs "Middleton-Land"

Am 29. April 2011 will Prinz William Kate Middleton heiraten. Reise- und Tour-Veranstalter bringen die Fans hin, so dicht wie möglich - so auch in den Geburtsort der Braut.

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Hier wurde Kate getauft: Kirche St. Andrew's in Bradfield bei Bucklebury.

(Foto: dapd)

Royal Interessierte gibt es viele - und findige Reiseverantalter wie Morton's Travel schlagen daraus Profit. Die Geschäftsidee: eine Tour zum Heimatort von Kate Middleton, der Verlobten des britischen Prinzen William.

Middleton ist nicht nur in Bucklebury und Umgebung aufgewachsen und zur Schule gegangen, sie hat hier bis vor wenigen Wochen auch noch im Unternehmen ihrer Eltern gearbeitet und wohnt auch jetzt noch teilweise bei ihrer Familie. Das alles war für den geschäftstüchtigen Busunternehmer Adrian Morton, der selbst aus der Region stammt, Grund genug, eine geführte Bustour ins "Kate-Middleton-Land" anzubieten.

Der sechseinhalb-stündige Ausflug ist nach Angaben des Reisveranstalters "Morton's Travel" die erste Bustour zum Heimatort von Prinz Williams zukünftiger Ehefrau. Bei der Führung wird unter anderem gezeigt, wo sie getauft wurde oder zur Schule ging. Die erste Tour wurde von über 30 Personen gebucht, darunter zahlreiche Pressevertreter. Die Bustour startet und endet in Basingstoke und kostet zehn Pfund (etwa 12 Euro).

Pub-Besitzer darf zur Hochzeit

Ein Haltepunkt ist der Pub "The Old Boot Inn", in dem die Middletons regelmäßig zu Gast sind. Auch Prinz William war schon da. Pub-Eigner John Haley ist nun auch stolzer Besitzer einer Elnladung zur Hochzeit, die etwa 1900 Gäste bekommen haben. Haley will die Trauung in der Westminster Abbey live verfolgen und danach in sein "Inn" zurückfahren, um dort abends das Ereignis mit seinen Gästen bei einer großen Party feiern.

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Die "Kate Middleton Country Tour" vor dem "Old Boot Inn".

(Foto: dapd)

Die Einladung ist eine besondere Ehre - William und Kate mussten trotz einer starken persönlichen Note (mehr als 1000 Gäste sind Freunde des Paares und enge Verwandte) bei der Auswahl ihrer Hochzeitsgesellschaft schwer auf das höfische Protokoll achten. So werden sich mehr als 40 gekrönte Häupter aus dem Ausland in London die Ehre geben. Die britische Regierung und das Parlament werden 200 Gäste stellen, 60 Vertreter entsenden die Regierungen der Commonwealth-Staaten - immerhin ist die Queen noch immer Oberhaupt von 17 Staaten, darunter Kanada und Australien.

Ländliche Idylle

Die Gegend, aus der Kate Middleton stammt, ist idyllisch und ländlich verträumt. Nur etwa 2000 Einwohner zählt ihre Heimatgemeinde Bucklebury in der Grafschaft Berkshire. Ohne die berühmte Einwohnerin würde eine Bustour hierher wohl kaum das Interesse der internationalen Presse wecken. Knapp zwei Monate vor der großen Hochzeit aber ist das anders: In dem Reisebus sitzen mehrheitlich Medienvertreter, rund 20 Fotografen und Reporter – aus den USA, Deutschland, Dänemark und Großbritannien.

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Das Pub lädt zur "Royal Wedding Party".

(Foto: dapd)

Die Middleton-Tour führt die auch in die St.-Andrews-Schule, die Kate ab dem Alter von acht Jahren besucht hat. Vor dem Gebäude darf allerdings nicht gehalten werden, da es sich um Privatgrund handelt. "Hier hat Kate einen wichtigen Teil ihrer Erziehung genossen", erklärt die Reiseleiterin Charmiane Griffiths.

Weitere Stationen der Kate-Tour sind eine zweite Schule, ein College in Cold Ash, das sie kurz besucht hat, die mittelalterliche Kirche St. Andrew's in Bradfield, in der Kate Anfang der 80er Jahre getauft wurde, und natürlich ihr Elternhaus. Dieses liegt allerdings so gut hinter Bäumen versteckt, dass man im Vorbeifahren nur einen kurzen Blick auf das moderne große Backsteingebäude erhaschen kann.

Von dem Middleton-Rummel sind aber in Bucklebury nicht alle uneingeschränkt begeistert: David Townsend, der in der Nähe des "Oldboot Inn" lebt, appelliert an Morton: "Bitte überfluten Sie den Ort nicht." Der ist aber ganz angetan von seiner Idee und plant weitere Touren, "etwa drei im Monat".

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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