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Basketball-Duelle zwischen Alba Berlin und dem FC Bayern sind auf und neben dem Parkett brisant.
Basketball-Duelle zwischen Alba Berlin und dem FC Bayern sind auf und neben dem Parkett brisant.(Foto: imago sportfotodienst)
Mittwoch, 05. Februar 2014

"Watzke hat das noch zurückhaltend ausgedrückt": Alba-Boss geißelt Politik des FC Bayern

Das Verhältnis zwischen den Basketball-Spitzenklubs Alba Berlin und dem FC Bayern München bleibt angespannt. Alba-Boss Alex Schweitzer wirft den Münchnern erneut vor, abstruse Gehälter zu zahlen und Konkurrenten gezielt zu schwächen.

Nicht nur bei der Fußballkonkurrenz, auch im Basketball zieht sich der FC Bayern Unmut zu. Axel Schweitzer, Aufsichtsratschef von Basketball-Pokalsieger Alba Berlin, erneute nun seine Kritik am Transfergebaren der Münchner und attackierte den Konkurrenten hart. "Mit abstrusen Gehältern werden die Jungs gelockt, sodass du mit ihnen nicht verlängern kannst. Da werden Spieler mit Geld zugeschüttet", sagte Schweitzer der "Bild"-Zeitung. Bei seinem öffentlichen Angriff auf die Bayern, derzeit Spitzenreiter in der Basketball- und Fußball-Bundesliga, bezog sich Schweitzer auch auf die angeblich jüngst von Hans-Joachim Watzke getätigten Kommentare.

Der Geschäftsführer von Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund hatte gesagt, dass die Münchner die Abläufe beim BVB mit Transfers "natürlich etwas zerstört" hätten. Watzke bezog sich dabei auf Robert Lewandowski, der zur kommenden Saison seinem früheren Mitspieler Mario Götze an die Isar folgt. Dies sei allerdings "völlig legitim, das kann Bayern München so machen". Schweitzer zeigt da weniger Verständnis. "Hans-Joachim Watzke hat das auf den Fußball bezogen mit dem Begriff 'zerstören' noch sehr zurückhaltend ausgedrückt", erklärte der 44-Jährige.

Gezieltes Abwerben

Symbolische Kreuzigung oder "laienhaft gefertigte Haltekonstruktion"? Letzteres, sagte die BBL.
Symbolische Kreuzigung oder "laienhaft gefertigte Haltekonstruktion"? Letzteres, sagte die BBL.(Foto: imago sportfotodienst)

Schweitzer ist weiterhin nachhaltig verstimmt, da die Bayern im Sommer vier Alba-Spieler verpflichtet hatten. "Es gibt eine Million Basketballer. Warum müssen vier neue aus einem Team kommen? Das ist sehr typisch für das Agieren der Bayern", so Schweitzer. Bei der Verpflichtung von Heiko Schaffartzik, Nihad Djedovic, Deon Thompson und Yassin Idbihi habe es sich schließlich um Leistungsträger gehandelt.

"Drei der vier Ex-Alba-Spieler sind in München in der Starting Five, einer ist verletzt. Das sind also nicht irgendwelche Spieler", stellte Schweitzer klar. Und auch der Bayern-Präsident bekam sein Fett weg. "Gewinnen wir im Pokal gegen sie, redet Uli Hoeneß die O2 World (Alba-Heimstätte, d. Red.) schlecht und siegen wir in der Liga, wird das Gestänge mit dem Schaffartzik-Trikot zum Kreuz", sagte Schweitzer.

Fans hatten ein Alba-Shirt des heutigen Bayern-Profis mit der Aufschrift "Verkauft!" über ein Kreuz aus Metallstangen gehängt. "Dieser Umgang mit ihm geht zu weit", hatte sich damals FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic beschwert. Die Bundesliga entschied sich gegen eine Strafe. Es habe sich lediglich um eine "laienhaft gefertigte Haltekonstruktion" gehandelt.

Quelle: n-tv.de