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Ebden/Purcell gelingt Großes Aussie-Doppel schreibt Wimbledon-Geschichte

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Max Purcell und Matthew Ebden bejubeln einen einzigartigen Wimbledon-Triumph.

(Foto: IMAGO/Xinhua)

Matthew Ebden und Max Purcell bringen in Wimbledon einen dramatischen Ritt erfolgreich ins Ziel: Im Laufe des Turniers wehren die Australier acht Matchbälle ab, um am Ende in einem Thriller zu triumphieren. Auch im Endspiel stehen sie schon kurz vor der Niederlage, doch sie kommen auch diesmal spektakulär zurück.

Als erstes australisches Tennis-Doppel seit Todd Woodbridge und Mark Woodforde im Jahr 2000 haben Matthew Ebden und Max Purcell das Herrendoppel in Wimbledon gewonnen. Die Australian-Open-Finalisten setzten sich im Finale gegen Nikola Mektic und Mate Pavic mit 7:6 (7:5), 6:7 (3:7), 4:6, 6:4, 7:6 (10:2) durch und verhinderten damit eine erfolgreiche Titelverteidigung der an Nummer zwei gesetzten Kroaten.

Mektic/Pavic hatten im Viertelfinale die zweimaligen French-Open-Gewinner Kevin Krawietz und Andreas Mies aus dem Wettbewerb geworfen. Sie müssen sich eine Prämie von 317.700 Euro teilen, die Sieger kassieren 635.500 Euro.

Gebrochenes Handgelenk

Dass die kroatische Kombination überhaupt antrat und sich dann noch über vier Stunden so verdammt nah an die erfolgreiche Titelverteidigung herankämpfen konnte, ist dabei eine große Leistung an sich: Linkshänder Pavic hatte sich im Halbfinale gegen die Kolumbianer Juan Sebastian Cabal und Robert Farah das rechte Handgelenk gebrochen und konnte im Finale seine eigentlich beidhändige Rückhand nur einhändig spielen.

Und beinahe hätte es gereicht, denn im Entscheidungssatz lagen sie bereits mit einem Break in Führung, bei 4:4 hatten die amtierenden Doppel-Weltmeister noch einmal zwei Breakbälle. Doch am Ende waren es eben die Australier, die ihre große Comeback-Geschichte standesgemäß zu Ende brachten, indem sie eben den Kopf kurz vor der Niederlage noch einmal aus der Schlinge zogen.

Ebden/Purcell sind die ersten Tennisprofis überhaupt, die in Wimbledon nach Matchbällen gegen sich in mehreren Runden am Ende doch triumphierten. In der ersten Runde standen sie gegen Andre Goransson/Robert Lindstedt dreimal vor dem Aus, im Halbfinale mussten sie gegen das topgesetzte Duo Rajeev Ram/Joe Salisbury gleich fünf Matchbälle abwehren, ehe sie nach einem 0:2-Satzrückstand noch das Endspiel-Ticket erkämpften.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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