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Frauen und Männer enttäuschen Biathleten patzen sich ins neue Jahr

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Arnd Peiffer konnte sich nach drei Fehlern nicht einmal unter den besten 40 platzieren.

(Foto: imago images/Christian Heilwagen)

Ein verkorkster Start in den Heim-Weltcup in Oberhof für die deutschen Biathleten: Bei den Frauen erreichen Franziska Preuß und Denise Herrmann nur Platz 14 und 15. Auf letzteren fährt auch Benedikt Doll, Arnd Peiffer enttäuscht noch mehr. Hoffnung macht die Ausgangsposition für die Verfolgung.

Die deutschen Biathleten haben den Start ins neue Jahr völlig verkorkst. Beim Heim-Weltcup in Oberhof kam Benedikt Doll im Sprint über 10 Kilometer nur auf Rang 15 und war damit noch bester Deutscher. Der 30-Jährige lag nach einem Schießfehler 1:12,0 Minuten hinter Überflieger Johannes Thingnes Bö, der in 25:12,0 Minuten (1 Schießfehler) vor seinem Bruder Tarjei und Sturla Holm Lägreid einen norwegischen Dreifach-Triumph krönte und seinen 50. Weltcup-Sieg feierte.

Doll sprach vor dem Verfolgungsrennen am Samstag (14.45 Uhr) konsterniert von "einer richtigen Welt", die das DSV-Team von den überragenden Norwegern trennte. "Das ist zu viel. Die waren einen Zug schneller", fügte der 30-Jährige an. Einen rabenschwarzen Tag in der Arena am Rennsteig erwischte dagegen Arnd Peiffer. Der Olympiasieger, der das letzte Rennen vor Weihnachten im Massenstart noch gewonnen hatte, konnte sich nach einer indiskutablen Leistung mit drei Fehlern (+2:12,4) nicht einmal unter den besten 40 platzieren.

Für den Verfolger über 12,5 Kilometer kann Peiffer nur noch Schadensbegrenzung betreiben. "Ich habe sehr fahrig agiert und habe das Rennen komplett weggeschmissen, das ist sehr ärgerlich", sagte der 33-Jährige. Auch Philipp Horn, Erik Lesser und Rückkehrer Simon Schempp bei seinem ersten Weltcup-Start des Winters enttäuschten fünf Wochen vor Beginn der WM in Pokljuka (10. bis 21. Februar).

Hoffen auf die Verfolgung am Samstag

Zuvor hatten bereits die deutschen Frauen im Sprint über 7,5 Kilometer nicht überzeugen können, sie waren ohne Top-Ten-Platz in den Biathlon-Weltcup gestartet. Franziska Preuß lieferte als 14. das beste Ergebnis ab. Die 26-Jährige hatte nach einer Strafrunde 1:13,4 Minuten Rückstand auf die überragende Siegerin Tiril Eckhoff. Die Norwegerin verwies bei ihrem vierten Saisonsieg die ebenfalls fehlerfreie Schwedin Hanna Öberg um 29,6 Sekunden auf den zweiten Platz.

"Es war wirklich zäh und sehr hart", sagte Preuß. "Ich hatte extreme Probleme mit der zweiten Runde. Der Fehler beim letzten Schuss ärgert mich, das war richtig blöd." Als Dritte holte die von deutschen Trainern Ricco Groß und Gerald Hönig betreute Österreicherin Lisa Theresa Hauser (1 Fehler/+ 40,2 Sekunden) den ersten Podestplatz ihrer Karriere. Denise Herrmann, Vorjahreszweite im Sprint, kam nach zwei Fehlern 0,2 Sekunden hinter Preuß als 15. ins Ziel. "Das Rennen war medium", sagte die 32-Jährige: "Ich dachte, ich hätte etwas mehr im Körper". Sie brauche nach der Weihnachtspause wohl ein, zwei Rennen zum Freilaufen, der erste Wettkampf im neuen Jahr sei "immer ein kleiner Schock für den Körper".

Preuß und Herrmann haben aber eine solide Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag (12.45 Uhr/ZDF). Der Rückstand auf das Podest beträgt knapp 33 Sekunden. Preuß zeigte sich kämpferisch: "Da ist noch was drin."

Quelle: ntv.de, dbe/sid