Sport

Pechstein dürfte bei Olympia starten CAS kippt die Osaka-Regel

Der Internationale Sportgerichtshof erkkärt die umstrittene Osaka-Regel des IOC für ungültig. Damit dürfen die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein und Reiter Christian Ahlmann auf ein Comeback bei Olympischen Spielen hoffen.

Claudia Pechstein.jpg

Auf nach Sotschi? Claudia Pechstein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Internationale Sport-Gerichtshof Cas hat die sogenannte Osaka-Regel gekippt. Das gab der Cas bekannt. Das Schiedsgericht bezeichnete die Regelung der IOC-Exekutive von 2008, derzufolge Athleten nach einer mehr als sechsmonatigen Doping-Sperre nicht an den folgenden beiden Olympischen Spielen teilnehmen dürfen, als "ungültig und nicht durchsetzbar". Von der Osaka-Regel betroffen war unter anderem die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein, die nun an den Winterspielen 2014 in Sotschi teilnehmen darf. Sofern sie sich sportlich qualifiziert

"Ich bin total glücklich. Das Urteil konnte nicht anders ausfallen. Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Jetzt ist der Weg frei für meine zehnte Olympia-Medaille", sagte Pechstein. Das Schiedsgericht in der Schweiz, das auf Antrag des Nationalen Olympischen Komitees der USA verhandelt hatte, stellte fest, dass die Osaka-Regel den Bestimmungen des Welt-Anti-Doping-Codes widerspräche und somit auch eine Verletzung der Statuten des Internationalen Olympischen Komitees darstelle. Der Wada-Code ist Bestandteil der IOC-Statuten.

Unzulässige Doppelbestrafung

IOC-Präsident Jacques Rogge hatte sich für den Fall des nun eingetretenen Cas-Entscheids gegen die Osaka-Regel für längere Dopingsperren bei schwereren Vergehen stark gemacht. "Hält der Cas die Osaka-Regel für nicht zulässig, werden wir für den neuen Antidopingcode, der ab 2013 eintritt, Druck machen, dass längere Sperren eingeführt werden für diese schwereren Vergehen', sagte Rogge der "Berliner Zeitung". Der oberste Olympier verteidigte in diesem Zusammenhang noch einmal die Entscheidung für die Einführung der Osaka-Regel: "Bei allen, die länger als sechs Monate gesperrt werden - zumeist wegen anaboler Steroide, Epo oder anderer schwerer Vergehen wie Bluttransfusionen - fanden wir es angebrachter, sie nicht bei den nächsten Spielen dabeizuhaben."

Dies sei laut Rogge keine lebenslange Sperre: "Das ist auch keine Bestrafung, nur eine Zulassungsbeschränkung: Betroffene Athleten werden von uns nicht zu den Spielen eingeladen, da wir entscheiden, wer eine Akkreditierung bekommt und wer nicht." Die Cas-Richter sahen die Sache anders und folgten im Grundsatz der Argumentation der Osaka-Kritiker, dass die Regelung eine unzulässige Doppelbestrafung von Athleten darstellt.

Quelle: ntv.de, sid/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen