Coach May völlig überraschtOberhausener gewinnt legendäres Basketball-Turnier der US-Colleges

Drei Deutsche schafften es ins Finale der March Madness, dem legendären Basketball-Turnier im US-College-Basketball. Der Favorit setzt sich am Ende durch - zur Überraschung des Trainers.
Der Oberhausener Malick Kordel hat mit den Michigan Wolverines das legendäre Basketball-Turnier der US-Colleges gewonnen. Im Finale gegen die UConn Huskies holte das favorisierte Studenten-Team vor etwa 70.000 Zuschauern im NFL-Stadion der Indianapolis Colts ein 69:63 (33:29).
Der Hannoveraner Eric Reibe und Dwayne Koroma aus Berlin verpassten den Titel mit den Huskies, die in den vergangenen drei Jahren schon zweimal die wichtigste Meisterschaft im College-Basketball bei der March Madness gewonnen hatten.
Nervöser Beginn und schwache Wurfquoten
Beide Teams begannen nervös, erst nach mehr als eineinhalb Minuten und vier vergebenen Gelegenheiten auf beiden Seiten ging Michigan 2:0 in Führung. Die Trefferquote wurde danach nicht besser, beide Mannschaften trafen lediglich etwa jeden dritten Versuch. Von der Drei-Punkte-Linie waren die Quoten noch schlechter. UConn kam am Ende auf 27 Prozent, Michigan traf sogar nur zwei der 15 Versuche.
"Wenn du mir gesagt hättest, dass wir so schlecht werfen und trotzdem gewinnen, ich weiß nicht, ob ich das geglaubt hätte", sagte Michigans Trainer Dusty May im Interview mit dem US-Fernsehen. In allen vorausgehenden Partien des Turniers hatte Michigan immer mindestens 90 Punkte erzielt.
Denn Michigan hatte die Partie dennoch fast durchgehend unter Kontrolle und wurde so der Favoritenrolle gerecht. Michigans Guard Elliot Cadeau war am Ende mit 19 Punkten der beste Werfer. Kordel kam im Finale nicht zum Einsatz.