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Rockys Rücktritt vor 65 Jahren Der Boxer, der nicht verlieren konnte

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Unbesiegt.

(Foto: imago images / United Archives International)

Rocky "Brockton Blockbuster" Marciano erklärte heute vor 65 Jahren seinen Rücktritt. Der Boxer mit der harten Linken und der noch härteren Rechten tritt nach 49 Siegen ungeschlagen ab. Sein Rekord hält beinahe 60 Jahre.

Seine Körpermaße deuteten nicht auf die große Karriere im Schwergewicht hin. Rocky Marciano maß gerade mal 1,79 Meter und wog nur 85 Kilogramm - ein echter Cruisergewichtler. Doch dank seiner enormen K.-o.-Quote ging der Sohn italienischer Einwanderer als bester Schwergewichtsboxer der 1950er Jahre in die Geschichte ein.

Am 27. April 1956, mit erst 32 Jahren, beendete der in Brockton/Massachusetts geborene Marciano nach 49 Siegen in 49 Profikämpfen seine Karriere. Dieser beeindruckende Rekord hatte lange Bestand. Erst 2015 zog Landsmann Floyd Mayweather junior gleich, zwei Jahre später übertraf Mayweather die Serie mit 50 Siegen.

Rocky Marciano kam erst mit 20 Jahren zum Boxen, steckte dann aber seinen ganzen Ehrgeiz in die Karriere. Neben seiner Schlaghärte mit beiden Fäusten hatte Marciano enorme Nehmer-Qualitäten und ein gutes Auge. Das bekamen im Ring auch die Altstars Joe Louis und Archie Moore zu spüren, die beide gegen Marciano K.o. gingen.

Anders als viele andere Boxer konnte sich Marciano das frühe Karriereende leisten. "Kein Geld der Welt bringt mich noch einmal in den Ring", erklärte er an jenem 27. April 1956 im Hotel Shelton in New York. Das Geld, das er bis dahin verdiente hatte, legte er gut an, war recht wohlhabend und widmete sich ganz dem Familienleben. Einen Tag vor seinem 46. Geburtstag kam der einstige Champion am 31. August 1969 bei einem Flugzeugabsturz in Iowa ums Leben.

Noch nach seinem Tod blieb Marciano im Ring ungeschlagen. Am 20. Januar 1970 besiegte er Muhammad Ali in der 13. Runde durch einen Knockout. Ein Computerprogramm sollte die Frage nach dem besten Schwergewichtsboxer aller Zeiten klären. Mit dem Ergebnis der Berechnung zeigte sich Ali damals nicht zufrieden.

"Jeder gute amerikanische Computer weiß, wie man das zusammenrechnen muss", sagte Ali damals mit einem Seitenhieb auf den Zustand Amerikas in den beginnenden 1970er-Jahren. Seinen Kontrahenten respektierte er. In seiner Autobiografie beschrieb er ihn als "still, friedlich, bescheiden, nicht anmaßend oder überheblich."

Quelle: ntv.de, sue/sid

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