Sport

Norwegen holt Mixed-Staffel-Gold Deutsche Biathleten verpassen erste Medaille

imago46578851h.jpg

Am ersten Tag der Biathlon-WM in Antholz hatten die Deutschen bei der Mixed-Staffel kein Glück.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Die deutschen Biathleten verpassen zum Auftakt der WM in Antholz den Sprung aufs Podest nur knapp. Denise Herrmann, Arnd Peiffer und Co. fahren und schießen sich in der Mixed-Staffel auf Rang vier. Norwegen holt Gold vor Gastgeber Italien und dem Überraschungsdritten Tschechien.

Die deutsche Mixed-Staffel hat bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Antholz in Italien zum Auftakt die erhoffte Medaille verpasst. Denise Herrmann, Franziska Preuß, Benedikt Doll und Arnd Peiffer mussten sich über 4x6 Kilometer mit dem vierten Platz begnügen. Nach einer Strafrunde für Herrmann, die sich im Stehendanschlag vier Fehlschüsse leistete, hatte das DSV-Quartett schon frühzeitig kaum mehr Chancen auf das Podest.

"Von einem vierten Platz kann man sich nicht viel kaufen. Das ist schon sehr doof. Es ist kein Ausfall, aber bei einer WM geht es um die Medaillen", sagte ein enttäuschter Peiffer am ZDF-Mikrofon. "Andere Nationen waren heute einfach besser. Aber wir brauchen uns auch nicht verstecken. Wir haben noch genug Chancen und da greifen wir wieder an."

Herrmann überdreht

*Datenschutz

Der erste Titel beim Saisonhöhepunkt in Südtirol ging an Favorit Norwegen um die Stars Tiril Eckhoff und Johannes Thingnes Bö, die in 1:02:27,7 Stunden (0 Strafrunden + 7 Nachlader) vor Gastgeber Italien (0+6/15,6 Sekunden zurück) und den überraschend starken Tschechen (0+2/30,8) triumphierten. Deutschland (1+10) fehlten bei traumhaften Bedingungen 18,4 Sekunden auf das Podest. Österreich belegte am Schluss nur Rang acht, die Schweiz fuhr auf Platz 10.

Preuß als Startläuferin hatte nach drei Nachladern auf Rang elf an Herrmann übergeben. Der Rückstand auf die Spitze betrug schon 34,9 Sekunden. "Ich habe mich schwergetan. Es war etwas der Wurm drin", sagte die 25-Jährige. Herrmann schlug von Beginn an ein hohes Tempo an. Nach fehlerfreiem Liegendschießen lag sie nur noch 11,7 Sekunden zurück und kam immer näher ran. Doch offensichtlich hatte sie überdreht. Beim Wechsel auf Peiffer waren es 41,4 Sekunden auf die schon da führenden Norweger. Der Routinier und Doll konnten die Lücke aufs Podest nicht mehr zu laufen.

Nun soll es am Freitag im Sprint der Frauen (ab 14.45 Uhr im ZDF) mit der Medaille klappen. Über 7,5 Kilometer gehört Herrmann trotz ihrer Probleme in der Mixed-Staffel zu den Favoritinnen. Neben Herrmann und Preuß sind auch Janina Hettich, Vanessa Hinz und Karolin Horchler startberechtigt.

Quelle: ntv.de, dbe/sid