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Krawietz/Mies sind im Halbfinale Deutsches Doppel bleibt auf Titelkurs

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Kevin Krawietz streckt sich, Andreas Mies staunt: Wie hier beim ATP-Turnier in Hamburg läuft es nicht immer, aber das deutsche Duo ergänzt sich meistens erfolgreich.

(Foto: REUTERS)

2019 ist der French-Open-Titel für Andreas Mies und Kevin Krawietz noch eine Sensation, ein Jahr später überraschen die Titelverteidiger niemanden mehr: Das deutsche Duo erreicht souverän das Halbfinale des Grand-Slam-Turniers.

Die Titelverteidiger Kevin Krawietz und Andreas Mies sind bei den French Open in das Halbfinale eingezogen. Das deutsche Tennis-Doppel setzte sich am Dienstag in Paris nach einer starken Vorstellung gegen die Briten Jamie Murray und Neal Skupski mit 6:4, 6:4 durch. Im Kampf um den erneuten Einzug in das Endspiel treffen der 28 Jahre alte Coburger Krawietz und der 30 Jahre alte Kölner Mies auf Nicholas Monroe/Tommy Paul aus den USA oder das an Nummer neun gesetzte niederländisch-kroatische Duo Wesley Koolhof/Nikola Mektic.

Vor einem Jahr hatten Krawietz und Mies überraschend den Titel in Paris geholt. In diesem Jahr sind sie an Nummer acht gesetzt. Nach 1:39 Stunden nutzten Krawietz/Mies ihren fünften Matchball auf dem Court Suzanne-Lenglen. Nachdem sie in der Runde zuvor noch kräftig kämpfen mussten und gegen das französische Duo Benjamin Bonzi und Antoine Hoang im dritten Satz drei Matchbälle abwehren mussten, spielten sie gegen den älteren Bruder des zweimaligen Wimbledon-Siegers Andy Murray und dessen Partner Skupski vom ersten Ballwechsel an souverän und selbstbewusst auf.

Das deutsche Doppel holte sich ein frühes Break zum 2:1 und brachte diesen Vorsprung nach einer Dreiviertelstunde ins Ziel. Auch im zweiten Satz servierten sie sicher und nahmen ihren Gegnern mit starken Returns und Volleys den Aufschlag schnell ab. Nachdem Krawietz/Mies im letzten Aufschlagspiel Skupskis vier Matchbälle ungenutzt gelassen hatten und das Spiel noch verloren, brachten sie das Match bei eigenem Aufschlag ungefährdet ins Ziel.

Nach ihrem Auftakterfolg gegen das kasachische Duo Alexander Bublik und Michail Kukuschkin hatten Krawietz und Mies berichtet, wie viel ihnen die Rückkehr an den Ort ihres großen Triumphes bedeutet. "Auch in 10 oder 20 Jahren wird es für uns ein spezieller Ort sein", erzählte Krawietz. "Ob wir in die Physioräume oder zum Essen gehen - wir erinnern uns immer an die kleinen Dinge, die uns Energie verleihen. Es ist wunderbar, zurück zu sein." Nun dürfen die beiden noch mindestens zwei weitere Tage in Paris bleiben. Für ihren Halbfinaleinzug ist dem Duo bereits ein Preisgeld von insgesamt 110.000 Euro sicher.

Quelle: ntv.de, ter/dpa/sid