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Geiger und Eisenbichler top Deutschlands Ski-Adler fliegen vor WM weit

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Markus Eisenbichler zeigte starke Leistungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Skisprung-Ass Karl Geiger beendet die fünftägige Norwegen-Tour auf Rang zwei, Team-Kollege Markus Eisenbichler kehrt am legendären Holmenkollen in die Weltspitze zurück. Eine Woche vor der Skiflug-WM in Vikersund sieht es somit für die deutschen Skispringer recht gut aus.

Karl Geiger feierte Rang zwei bei der hoch dotierten Raw-Air-Tour, Markus Eisenbichler seine Rückkehr in die Weltspitze: Die deutschen Vorflieger haben am legendären Holmenkollen in Oslo einmal mehr geglänzt. "Die beiden sind momentan unsere Stärksten. Karl war sehr gut, und Markus hat eine richtige Eisenbichler-Granate gezeigt", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher nach einem starken Wochenende im hohen Norden.

Vor allem Eisenbichler gelang mit den Rängen zwei und vier eine starke Generalprobe für die am Donnerstag in Vikersund beginnende Skiflug-WM. Allerdings verhinderte in beiden Wettkämpfen eine verpatzte Landung erst den möglichen vierten Weltcupsieg seiner Karriere und einen Tag später den Sprung aufs Podest. "Schade, dass ich den Telemark nicht so gut gesetzt habe", sagte Eisenbichler, der im zweiten Durchgang mit 135,5 m aber den weitesten Sprung des Tages zeigte.

Der Olympia-Zweite Geiger verbuchte derweil mit den Rängen sieben und fünf seine besten Karriere-Ergebnisse auf der von ihm ungeliebten Schanze. "Meine Sprünge waren alle auf einem sehr guten Niveau. Jetzt können wir Skifliegen gehen", sagte der Oberstdorfer zufrieden.

Geiger will Gesamtweltcup

Die Tagessiege gingen vor heimischem Publikum erst an Marius Lindvik und dann an Daniel Andre Tande, die Gesamtwertung der fünftägigen Norwegen-Tournee gewann wie schon bei der Premiere 2017 Stefan Kraft. Während der Österreicher den Siegerscheck in der stattlichen Höhe von 35.000 Euro entgegen nahm, durfte sich Geiger als Gesamt-Zweiter immerhin über 17.500 Euro freuen.

Geiger landete am Sonntag zudem vor Ryoyu Kobayashi, mit dem er sich ein enges Duell um den Gesamtweltcup liefert. Der Japaner flog "nur" auf Rang sieben, verteidigte mit 1478 Punkten aber seine knappe Führung vor Geiger (1420). "Das wird noch richtig spannend", sagte Horngacher. Letzter deutscher Gewinner der Kristallkugel war Severin Freund im Winter 2014/15.

Ebenfalls in den Punkten landeten zum Raw-Air-Abschluss Constantin Schmid (Oberaudorf/23.) und Andreas Wellinger (Ruhpolding/25.). Severin Freund (Rastbüchl) verpasste als 39. den zweiten Durchgang, Stephan Leyhe (Willingen) war als 54. bereits in der Qualifikation gescheitert.

Eisenbichler hatte am Samstag den vierten Weltcupsieg seiner Karriere nur um umgerechnet 88 Zentimeter verpasst. Der Bayer führte nach dem ersten Durchgang, musste wegen einer verpatzten Landung aber Olympiasieger Lindvik noch passieren lassen. "Das war heute ein wirklich guter Wettkampf. Ich mag diese Schanze, auch wenn es normalerweise windig und neblig ist", sagte der Ex-Weltmeister.

Für Geiger, Eisenbichler und Co. geht es schon am Donnerstag mit dem nächsten Highlight weiter: Am "Monsterbakken" in Vikersund steht die Skiflug-WM an, Geiger geht dabei als Titelverteidiger an den Start.

Quelle: ntv.de, sue/sid

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