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Deutsche Siege und Podestplätze Eisenbichler stark, Herrmann unschlagbar

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Markus Eisenbichler sprang auf Platz zwei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Biathleten und Skispringer überzeugen am Samstag bei ihren Wettkämpfen: Während Markus Eisenbichler knapp am Sieg in Oslo vorbeispringt, siegt Olympiasiegerin Denise Herrmann beim ersten Weltcup nach den Spielen von Peking. Skispringer Karl Geiger dagegen muss einen kleinen Rückschlag verkraften.

Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler hat beim ersten Einzel am Holmenkollen in Oslo einen Podestplatz erobert. Der 30 Jahre alte Bayer sprang zweimal 130 Meter und belegte damit den zweiten Rang. Eisenbichler musste sich nur Marius Lindvik aus Norwegen geschlagen geben und bewies eine Woche vor der Skiflug-WM in Vikersund eine ausgezeichnete Form. Dritter wurde der Norweger Robert Johansson. Schon am Freitag im Mixed hatte Eisenbichler eine starke Leistung gezeigt, am Samstag hatte er nach einem Durchgang geführt.

Im Duell um das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden baute Ryoyu Kobayashi aus Japan sein Polster gegenüber Deutschlands Karl Geiger wieder aus. Kobayashi (128 und 129,5 Meter) belegte Rang sechs und landete damit einen Platz vor dem Oberstdorfer Geiger, der mit Sprüngen auf 126 und 132 Meter nur teilweise sein ganzes Potenzial zeigte. Hinter dem deutschen Top-Duo holten auch Severin Freund (19.), Andreas Wellinger (25.) und Constantin Schmid (26.) Weltcup-Punkte. Am Sonntag steht ein weiteres Einzel in Oslo auf dem Programm.

Sieg und Podestplatz im Biathlon

Einzel-Olympiasiegerin Denise Herrmann hat derweil den ersten Biathlon-Sprint nach den Winterspielen von Peking gewonnen. Die 33-Jährige setzte sich beim Weltcup im finnischen Kontiolahti über 7,5 Kilometer mit einem Schießfehler durch. Für Herrmann war es der achte Weltcupsieg ihrer Karriere, bereits vor zwei Jahren hatte sie dieses Rennen an gleicher Stelle gewonnen. Den zweiten Platz sicherte sich mit fünf Sekunden Rückstand die Norwegerin Tiril Eckhoff vor der Schwedin Stina Nilsson (beide jeweils ein Fehler). Die Sprintlanglauf-Olympiasiegerin von 2018 lag nur 0,2 Sekunden dahinter.

Die Sächsin Herrmann überzeugte auf den WM-Strecken von 2015 mit der drittbesten Laufzeit und konnte so ihre Strafrunde nach dem Stehendschießen noch kompensieren. Nur rund einen Monat nach ihrem Gold-Coup über 15 Kilometer im Einzel in China schaffte es die Ex-Langläuferin zum zweiten Mal ganz nach oben. Vanessa Voigt zeigte ohne Schießfehler ebenfalls eine starke Leistung und wurde Sechste. Auch die fehlerfreie Vanessa Hinz verschaffte sich als Zwölfte eine sehr gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Sonntag (12.45 Uhr/ZDF und Eurosport).

Johannes Kühn erkämpfte sich danach zum zweiten Mal im Olympia-Winter einen Podestplatz erkämpft. Der 30-jährige Bayer leistete sich im Sprint nur einen Schießfehler und wurde Dritter. Im Ziel hatte Kühn nach zehn Kilometern 29,7 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Quentin Fillon Maillet aus Frankreich, der ohne Fehler blieb. Den zweiten Rang in den Wäldern Nordkareliens sicherte sich Filip Fjeld Andersen aus Norwegen ebenfalls ohne Strafrunde.

Nach seinem Sieg im Sprint von Hochfilzen im Dezember vergangenen Jahres schaffte es Kühn erneut auf das Podium. Für die deutschen Männer war es nach den medaillenlosen Olympischen Winterspielen von Peking aber nur ein kleiner Trost. Zweitbester Deutscher im ersten Einzelwettbewerb nach Olympia wurde Philipp Nawrath (1 Fehler) als Siebter, Erik Lesser (1) schaffte es kurz vor seinem Karriereende auf den zwölften Rang.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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