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"Die Regierung muss handeln"Rennpferd nach Triumph beim Grand National eingeschläfert

11.04.2026, 11:42 Uhr
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Paul Townend auf "Gold Dancer" an der fatalen Hürde. (Foto: picture alliance / empics)

Beim Grand National Meeting in Aintree wird der siebenjährige Wallach "Gold Dancer" nach seinem Sieg eingeschläfert. Der Fall entfacht erneut Kritik von Tierschützern, die einen Boykott des Grand Nationals und ein Eingreifen der Regierung fordern.

Beim Grand National Meeting in Aintree im Vereinigten Königreich ist es am Freitag erneut zu einem tragischen Todesfall eines Rennpferds gekommen. "Gold Dancer" musste unmittelbar nach dem Sieg unter Jockey Paul Townend eingeschläfert werden. Das Pferd hatte sich beim Sprung über das letzte Hindernis eine schwere Verletzung zugezogen.

Townend war direkt nach dem Zieleinlauf vom Pferd gesprungen, das dann durch Sichtschutzwände vom Publikum abgeschirmt wurde. Nach einer veterinärärztlichen Untersuchung und einer kurzen Behandlung wurde der siebenjährige Wallach an Ort und Stelle eingeschläfert.

"Er hatte sich das Rückgrat gebrochen. Das ist furchtbar traurig für das Pferd", teilten die Eigentümer, des auf die Zucht von Hindernisrennpferden spezialisierten Gestüts Gigginstown aus dem irischen Delvin, mit. Der Jockey habe erst nach der Zielüberquerung gemerkt, dass etwas nicht stimme.

Tierschutzorganisation erschüttert

James Given, Direktor für Pferdegesundheit bei der Regulierungsbehörde für Pferderennen in Großbritannien (AHA), pflichtete dem Gestüt bei. Der Reiter habe die Verletzung des Pferdes während des Rennens nicht bemerken können. Im Ziel habe sich der Jockey durch seinen Sprung vom Wallach korrekt verhalten.

Die Tierschutzorganisation "League Against Cruel Sports", die Liga gegen grausame Sportarten, forderte im Anschluss einen Boykott des Grand Nationals. Das Pferd sei "das jüngste Opfer dieses herzlosen Spektakels, das dem Tierwohl völlig widerspricht". Im vergangenen Jahr waren beim Grand National zwei Pferde ums Leben gekommen.

Die Öffentlichkeit solle "keine Wetten mehr auf Rennen abschließen und die Berichterstattung und Werbung des TV-Senders ITV, die die Tierquälerei beschönigt, nicht mehr ansehen", teilte eine Sprecherin der Tierschutzorganisation mit. "Die Regierung muss handeln", forderte sie. Die Verantwortlichen würden Profite über das Leben der Pferde stellen.

Quelle: ntv.de, sue

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