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All-In im "Box-Mekka" Dominic Bösel wittert die Riesenchance

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Dominic Bösel geht "All-In".

(Foto: dpa)

Dominic Bösel fehlt nur noch ein Sieg zum ganz großen WM-Kampf. Für seinen Traum muss der Halbschwergewichtler nun seinen bislang besten Gegner aus dem Weg räumen. Der 32-Jährige bemüht sich zwar um Lockerheit, formuliert aber auch eine knackige Kampfansage.

Für sein kindliches Traumziel geht Dominic Bösel im "Box-Mekka" All-In. "Entweder ich gehe siegreich aus dem Kampf oder K.o.", kündigte er an: "Ich werde nicht nur passiv rumstehen und den Kampf über die Zeit bringen. Ich will einen richtigen Kampf liefern, ich will kein Opfer sein." Mit dem Mexikaner Gilberto Ramirez steht dem Freyburger die härteste Bewährungsprobe seiner Karriere bevor - doch zugleich bietet sich auch seine bislang größte Chance.

Denn mit einem Überraschungs-Coup in der Nacht zu Sonntag (2 Uhr live bei DAZN) winkt dem Halbschwergewichtler ein großer WM-Kampf im Verband WBA, er wäre nächster Pflichtherausforderer des frisch gekrönten russischen Weltmeisters Dimitri Biwol. "Wenn ich gegen Ramirez gewinne, steht mir alles offen. Dann kommen die großen Angebote", frohlockte der 32-Jährige. Doch mit jenem Ramirez lauert ein Gegner, der nicht nur 2016 bereits Arthur Abraham demontierte - sondern nach 43 Profikämpfen gar noch unbesiegt ist.

"Alle sehen mich in der Außenseiterrolle", sagte Bösel vor seinem "Auswärtsspiel" in Ontario, unweit der mexikanischen Grenze: "Das ist auch mal angenehm. Den Trubel hat er, er hat den Druck. Er ist der Favorit und ich kann ganz locker aufschlagen." Ramirez habe "Schwächen. Ich will es ihm zeigen, ich kann ihn überraschen", betont der SES-Boxer. Doch dafür wird sich der Weltmeister des kleinen Verbandes IBO deutlich steigern müssen, die letzten Auftritte waren nicht überzeugend.

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Erst ging er im Oktober 2020 bei der Titelverteidigung gegen Robin Krasniqi bereits in der dritten Runde K.o., dann holte er sich den Gürtel im Rematch auch nur durch einen sehr umstrittenen Punktsieg zurück. "Ich weiß, wie es ist, wenn man den anderen unterschätzt und überrascht wird", erzählt Bösel rückblickend. Auf die gleiche Problematik hofft der Henry-Maske-Fan bei seinem ersten Kampf im "Box-Mekka USA" (Bösel) nun auch bei Ramirez.

Helfen sollen ihm dabei die Erfahrungen seines Coachs Georg Bramowski, der bei Abrahams peinlicher Pleite vor sechs Jahren als Co-Trainer fungierte. "Der weiß, was Arthur damals alles verkehrt gemacht hat. Das war ziemlich viel. Deshalb bin ich umso besser vorbereitet", sagte Bösel lachend. Und genau das wird für seine komplizierte Mission auch nötig sein.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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