Sport

"Es kotzt mich schon an" Erik Lessers letzter Schuss geht daneben

imago1010406159h.jpg

Lesser beim Rennen in Kontiolahti Anfang März.

(Foto: IMAGO/Newspix24)

Am Sonntag endet die große Karriere von Erik Lesser. Das Weltcup-Finale in Oslo ist für den 33-Jährige ein langer Abschied. Im letzten Sprint liegt er sehr, sehr gut im Rennen. Dann setzt Lesser zum letzten Schuss seiner Sprint-Karriere an - und verfehlt. "Es kotzt mich schon an", sagt er.

Der letzte Schuss im letzten Sprint seiner Karriere ärgerte Erik Lesser sichtlich. Nach zuvor neun Treffern verfehlte der 33-Jährige knapp das Ziel - und vergab so am legendären Holmenkollen eine mögliche Podestplatzierung.

"Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber irgendwie kotzt es mich schon an, dass der letzte Schuss daneben ging. Ich wäre schon noch mal gerne auf das Podium gekommen", sagte Lesser nach dem Rennen über 10 km beim Weltcup-Finale in Oslo im ZDF.

Dennoch: Als starker Fünfter beim überlegenen Heimsieg des Norwegers Sturla Holm Lägreid sicherte sich der Routinier, der am Sonntag seine erfolgreiche Karriere beenden wird, für den Verfolger am Samstag (15 Uhr) über 12,5 km eine glänzende Ausgangsposition. Lesser bestätigte damit bei seiner Abschiedstour seine starke Form.

Nach seinem Fehlschuss zündete Lesser auf der Schlussrunde den Turbo und legte die schnellste Runde hin. Auf den Dritten Sebastian Samuelsson aus Schweden fehlten letztendlich aber 13,5 Sekunden.

Um 0,5 Sekunden schneller als Lesser war Benedikt Doll als Vierter. Philipp Nawrath auf Rang sechs, Johannes Kühn als Achter und David Zobel als Elfter rundeten ein bärenstarkes Teamergebnis für den Deutschen Skiverband ab. Dies lässt für das Wochenende mit Verfolger und Massenstart zum Abschluss am Sonntag hoffen.

Vorfreude aufs Saisonende

"Mit dem Team können wir sehr zufrieden sein. Das macht den Abschied umso schöner", betonte Lesser. "Das haben wir alle ganz gut gemeistert und können zufrieden sein, auch wenn es nach vorne nicht ganz gereicht hat", ergänzte Nawrath.

Bei den Frauen belegte Olympiasiegerin Denise Herrmann im Sprint über 7,5 km als beste DSV-Starterin Platz sieben. Franziska Hildebrand als Neunte und Janina Hettich auf Rang zwölf erzielten bei Plusgraden und schwierigen Bedingungen zudem ihre besten Weltcup-Ergebnisse in diesem Winter.

"Ich habe mich auf der Strecke sehr schwer getan. Ich bin eine Kraftläuferin, da verpufft vieles im weichen Schnee", sagte Herrmann im ZDF. Mit ihrem Schießen sei sie aber zufrieden. "Ich habe noch Lust auf die beiden letzten Wettkämpfe am Wochenende."

Lokalmatadorin Eckhoff ("Wunderbar, ich bin so glücklich") holte sich den zweiten Saisonsieg. Teamkollegin Marte Olsbu Röiseland sicherte sich mit Platz drei die kleine Sprint-Kristallkugel. Auch die Gesamtwertung ist der dreifachen Olympiasiegerin von Peking vor den beiden letzten Saisonrennen kaum mehr zu nehmen. Bei den Männern gewann Quentin Fillon Maillet nach dem Gesamtweltcup auch die Sprintwertung.

Quelle: ntv.de, sue/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen