Sport

Morales: "Diskriminierung" FIFA legt Höhenlimit fest

Nach der Festlegung eines Höhenlimits von 2750 Metern für Länderspiele steht der Fußball-Weltverband FIFA erneut in der Kritik der Andenstaaten in Südamerika. "Ich möchte angesichts dieser Entscheidung der FIFA meine Überraschung zum Ausdruck bringen. Das ist Diskriminierung von Menschen, die in der Höhe leben", sagte Boliviens Staatspräsident Evo Morales der staatlichen Nachrichtenagentur ABI.

Das FIFA-Exekutivkomitee hatte sich auf dieses Limit am Rande der Klub-WM in Tokio am vergangenen Wochenende geeinigt. Ursprünglich sollten bereits 2500 m als Grenze für Länderspiele eingeführt werden, was allerdings wütende Proteste der betroffenen Staaten zur Folge hatte.

Morales hatte daraufhin demonstrativ an einem Spiel auf dem 6541 m hohen Sajama teilgenommen, um den Beweis anzutreten, dass Fußball in solch extremen Bedingungen ohne Probleme möglich sei. Morales hatte damals auch ein Tor geschossen. Neben der bolivianischen Hauptstadt La Paz sind auch Stadien in Kolumbien, Ecuador, Peru, Chile und Mexiko von dem Höhenlimit betroffen.

Die FIFA hat bei der neuen Regelung allerdings nicht ausgeschlossen, dass Länderspiele in größeren Höhen stattfinden können. Voraussetzung sei dafür aber, dass die Gastteams genügend Zeit zu einer Akklimatisierung haben.

Quelle: ntv.de, sid

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