Sport

Schwerer Verlauf nach Adria-Tour Geläuterter Tennis-Star warnt vor Covid-19

imago0047411454h.jpg

Grigor Dimitrow spielte bei der Adria-Tour - und erkrankte.

(Foto: imago images/Xinhua)

Er tritt bei der umstritten Adria-Tour der Tennisprofis an - und erkrankt. Der Bulgare Grigor Dimitrow spricht nun erstmals über seine Infektion mit dem Coronavirus. Geläutert warnt er vor dem Virus, schließlich leidet er lange unter heftigen Symptomen.

Auch rund fünf Wochen nach seiner Coronavirus-Infektion hat der bulgarische Tennisprofi Grigor Dimitrow immer noch mit den Folgen zu kämpfen. "Offensichtlich bin ich im Moment nicht bereit, auf höchstem Niveau zu spielen", sagte der 29-Jährige der spanischen Sporttageszeitung "Marca", nachdem er bei einem Showturnier in Nizza gegen den Weltranglisten-56. Feliciano Lopez verloren hatte: "Die Bewegung wird besser, alles andere geht in die richtige Richtung, aber es ist noch nicht leicht, sich zu erholen."

Dimitrow war im Juni während der umstrittenen Adria-Tour des Weltranglistenersten Novak Djokovic aus Serbien positiv auf Covid-19 getestet worden. Er war einer von insgesamt vier Profis, die sich infiziert hatten, darunter auch Organisator Djokovic. Ebenfalls erwischt hatte es dessen Frau sowie seinen Trainer Goran Ivanisevic. Ohne Erkrankung abgereist war Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev, der sich anschließend heftiger Kritik erwehren musste.

"Hatte all die Symptome"

Mittlerweile könne er an manchen Tagen schon wieder "stundenlang spielen", berichtete Dimitrow, an anderen Tagen "muss ich ganz aufhören und mich ausruhen". Das Coronavirus sei "hart" für ihn gewesen, erzählte der Weltranglisten-19. weiter: "Ich blieb etwa einen Monat zu Hause. Ich konnte nicht gut atmen, ich habe mich nicht gut gefühlt. Ich war müde, hatte all die Symptome, habe meinen Geruchs- und Geschmackssinn verloren."

Auch mental sei die Situation für Infizierte schwierig, sagte Dimitrow: "Es ist unvermeidlich, dass man schlechte Gedanken hat." Wer für 20 Tage lang jeweils fast 24 Stunden alleine sei, dem ginge "natürlich eine Menge durch den Kopf". Der letztjährige Halbfinalist der US Open, offenbar geläutert nach dem viel kritisierten Turnier, warnte: "Diese Sache ist real." Wenn alle angemessenen Vorkehrungen getroffen würden und alle sicher seien, würden sich die Dinge schnell verbessern.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid