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Kampf um alle Box-Titel "Gypsy King" Fury verspricht Joshua Prügel

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Im Februar dominierte Fury den Kampf gegen Wilder.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tyson Fury gegen Anthony Joshua: Es soll der Boxkampf der Giganten werden. Der Kampf, in dem es um alle Titel geht. Vorher müssen beide noch eine Hürde nehmen. Was Fury aber nicht daran hindert, verbal anzugreifen.

Spätestens seit Tyson Furys denkwürdiger Demontage von K.-o.-Monster Deontay Wilder am 22. Februar in Las Vegas sehnt die Boxwelt ein Duell des "Gypsy Kings" mit seinem britischen Schwergewichts-Konterpart Anthony Joshua herbei. Problem: Fury ist vertraglich zu einer Revanche gegen Wilder verpflichtet. Joshua muss Pflichtherausforderer Kubrat Pulev aus dem Weg räumen. Beide Kämpfe sollen im Herbst stattfinden.

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Zuletzt hatten Spekulationen die Runde gemacht, Fury könne Wilder "ausbezahlen", um sofort gegen Joshua kämpfen zu können. Aber nicht mit Fury. "Ein paar Zeitungen haben berichtet, ich würde Wilder zehn Millionen Dollar zahlen, damit er Platz macht. Aber ich zahle ihm gar nichts. Ich hole mir lieber nochmal seinen Skalp", verkündete der 2,06-Meter-Riese in einem Instagram-Live-Interview mit iFL TV gewohnt selbstbewusst.

Fury hatte Wilder Ende Februar in Las Vegas vernichtend geschlagen. Neben der WBC-Krone im Schwergewicht eroberte der Brite auch den prestigeträchtigen Gürtel der Box-Bibel "The Ring". Fury gilt seit seinem Sieg über Wladimir Klitschko 2015 zudem als "linearer" Champion. Joshua hält die Gürtel der Verbände WBA, WBO und IBF. Bei Fury vs. Joshua stünden somit alle Titel auf dem Spiel, die im Boxsport etwas zählen.

Training macht Fury glücklich

Der britische Clash um die unumstrittene Meisterschaft aller Klassen soll nach Furys Willen 2021 stattfinden - und das nicht nur einmal. "Es kommen zwei AJ-Fights, denn er wird natürlich ein Rematch wollen, wenn ich ihn verhaue", tönte der 31-Jährige.

Fury verriet auch, wie er sich während des Corona-Lockdowns bei Laune hält - Training, Training, Training. "Durch ein Workout werden im Gehirn Endorphine ausgeschüttet, die glücklich machen, das ist ein wissenschaftlicher Fakt", erklärte der Box-Champion. "Bei mir gehen die nach ein paar Stunden wieder runter, deshalb muss ich drei-, viermal am Tag trainieren."

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Fury litt jahrelang an Depressionen und macht keinen Hehl daraus, dass er sich auch heute noch mit psychischen Problemen herumschlägt. Nach seinem Sensations-Sieg über Klitschko war er in einen beinahe fatalen Strudel aus Drogen, Alkohol und Junkfood geraten.

Mit fast 180 Kilo auf den Rippen startete Fury Anfang 2018 ein - für viele - aussichtsloses Box-Comeback, das er am Jahresende mit einem Sieg über Wilder im ersten Kampf der beiden beinahe krönte. Vor drei Monaten erfüllte er seine Mission mit dem Vegas-Triumph gegen den "Bronze Bomber" schließlich.

Quelle: ntv.de, rtl.de