Sport

Mammut-Endrunde im Alleingang Handball-EM 2024 kommt nach Deutschland

imago35020094h.jpg

Während die Nationalspieler endlich ihre wohlverdiente Sommerpause antraten, musste die DHB-Bewerbung die Mehrheit des EHFs überzeugen.

imago/Sven Simon

In sechs Jahren findet die erste Handball-EM auf deutschem Boden statt. Partys in sechs großen Arenen, ein Rekordspiel in Düsseldorf und alles aus einer Hand: Die Bewerbung aus Deutschland überzeugt die Jury mit starken Argumenten.

Deutschland richtet die Handball-EM 2024 aus. Der Deutsche Handballbund (DHB) setzte sich bei der Vergabe in Glasgow gegen die gemeinsame Bewerbung von Dänemark und der Schweiz durch. Das Turnier in sechs Jahren wird die erste EM auf deutschem Boden sein. Im kommenden Winter ist der DHB gemeinsam mit Dänemark Gastgeber der WM 2019.

Handball-Partys in sechs großen Arenen, ein Weltrekordspiel in Düsseldorf und alles aus einer Hand: Deutschlands Bewerbung um die Handball-EM 2024 lieferte starke Argumente für ein Wintermärchen in sechs Jahren zwischen München und Hamburg. Die Verantwortlichen im DHB waren optimistisch, dass sie den Zuschlag erhalten – blieben aber angesichts starker Konkurrenz zuvor zurückhaltend. "Vor allem das gemeinsame Konzept von Ungarn und der Slowakei ist gut, die EM würde dort auf sehr engem Raum, sehr kompakt stattfinden", sagte DHB-Vorstandschef Mark Schober. Auch Dänemark, das sich zusammen mit der Schweiz beworben hat, habe "viel Erfahrung" mit der Ausrichtung solcher Großereignisse.

Während die Nationalspieler am Sonntag endlich ihre wohlverdiente Sommerpause antraten, musste die DHB-Bewerbung mit dem etwas sperrigen Titel "Great Sport, Great Engagement" die Mehrheit der 52 Mitgliedsnationen des europäischen Verbandes EHF überzeugen. Die DHB-Bosse hatten dafür viele Klinken geputzt. "Wir haben mit vielen Nationen über viele Dinge geredet, nicht nur über die Bewerbung. Das war sehr wertvoll. Selbst wenn wir nicht gewinnen sollten: Aus diesen Gesprächen konnten wir viel mitnehmen und viel lernen", sagte Schober.

Weltrekordspiel in Düsseldorf

Die EM 2020, die Österreich, Schweden und Norwegen gemeinsam organisieren, ist die erste mit 24 Ländern. Dass Deutschland die zweite Ausgabe der Mammut-Endrunde im Alleingang stemmen würde und somit alles aus einer Hand liefert, machte die Bewerbung besonders stark. Der deutsche Plan für das Turnier sieht sechs große Arenen vor, die alle mehr als 10.000 Zuschauer fassen, und ein Eröffnungsspiel in der Esprit-Arena in Düsseldorf.

50.000 Fans sollen dann für einen Weltrekord im Handball sorgen. "Das ist viel. Aber wir glauben, es ist eine gute Idee", sagt Schober. Der weltweite Rekord für Zuschauer bei einem Handballspiel liegt zurzeit bei 44.189 Fans und wurde im September 2014 bei der Bundesligapartie der Rhein-Neckar Löwen gegen den HSV Hamburg in der Frankfurter Fußballarena aufgestellt.

Quelle: n-tv.de, jki/sid

Mehr zum Thema