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Biathletinnen am Podium vorbei Herrmann-Wick findet sich "nicht gut genug"

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Herrmann-Wick schoss einmal zu viel daneben, das Podest musste sie anderen überlassen.

(Foto: IMAGO/TT)

David Zobel macht es zum Saisonauftakt der Biathleten vor, er stürmt gleich aufs Podest. Seine Teamkolleginnen können nicht ganz mithalten. Vanessa Voigt schrammt knapp vorbei, Denise Herrmann-Wick ist in der Loipe schnell unterwegs, schießt aber daneben.

Nach dem geglückten Saisoneinstand war bei Denise Herrmann-Wick das Glas halbvoll. Lächelnd analysierte die Biathlon-Olympiasiegerin am ARD-Mikrofon ihren sechsten Platz im Einzel von Kontiolahti - und deutete an, was noch alles möglich ist. "Das war solide, aber nicht gut genug", sagte sie mit Blick auf ihre beiden Schießfehler, die sie einen Podestplatz gekostet hatten. Auch in der Loipe, in der sie die Drittbeste im 90er-Feld war, stimmte noch nicht alles: "In der letzten Runde fehlt noch ein bisschen."

Dank vier fehlerfreier Schießeinlagen landete Vanessa Voigt noch vor ihrer Teamkollegin auf Platz vier (+1:00,5). "Mit der Schießzeit war leider nur der Blumentopf drin", sagte sie der ARD: "Ich bin inzwischen in der Weltspitze angekommen."

Rund eineinhalb Minuten fehlten Herrmann-Wick auf Siegerin Hanna Öberg aus Schweden, die sich dank einer exzellenten Laufform einen Fehlschuss leisten konnte. Die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold (0/+36,5) und Lisa Vittozzi aus Italien (1/+39,7) komplettierten das Podium.

In Abwesenheit der angeschlagenen Franziska Preuß, die erst im Sprintrennen am Samstag einsteigen soll, ließ noch eine Deutsche aufhorchen: In ihrem erst sechsten Weltcuprennen stürmte Sophia Schneider mit nur einem Schießfehler und einer starken Laufzeit auf Rang elf (+2:12,1). "Ich war in jungen Jahren schon eine gute Läuferin, bin dann aber oft verkrampft", sagte sie.

Schneider mit halber Norm für Heim-WM

Während Voigt und Herrmann-Wick die interne Norm des Deutschen Skiverbandes (DSV) für die Heim-WM in Oberhof (8. bis 19. Februar) bereits sicher haben, erfüllte die 25-jährige Schneider immerhin schon die Hälfte. Juliane Frühwirt als 23. (1/+3:20,9) mit ihrem besten Karriere-Ergebnis und Anna Weidel als 26. (2/+3:42,4) rundeten den aus deutscher Sicht gelungenen Auftakt ab.

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Am Vortag hatten die DSV-Männer bereits vorgelegt: David Zobel gelang mit Rang drei, seinem ersten Weltcup-Treppchen, ein Überraschungscoup. Dahinter landete Roman Rees auf Rang vier, insgesamt liefen fünf der sechs Deutschen in die Top 20.

Schon am Donnerstag sind Herrmann-Wick und Co. wieder gefordert: Zunächst gehen die Männer in die Loipe (11 Uhr), dann folgen ab 13.35 Uhr die Frauen. Die beiden Sprintrennen finden am Samstag (10.45 Uhr und 13.45 Uhr/alle ARD und Eurosport) statt.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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