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Hauptstädter im Abstiegskampf Hertha patzt bei Aufsteiger Bielefeld

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Reinhold Yabo erzielt in der 64. Minute nach einem langen Einwurf den entscheidenden Treffer der Partie.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Ziel Europa liegt in weiter Ferne: Hertha BSC muss gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld eine weitere Niederlage in der Bundesliga einstecken. Auf der Bielefelder Alm muss der Verein auf einen Leistungsträger verzichten. Nun trennen den "Big City Club" nur noch wenige Punkte vom Relegationsplatz.

Hertha BSC steckt nach einem schweren Patzer mittendrin im Abstiegskampf. Die mit Europapokal-Ambitionen gestartete Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia unterlag in einem über weite Strecken unterirdischen Bundesligaspiel beim Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 0:1. Auf Platz zwölf haben die Berliner nur noch fünf Punkte Puffer auf den Relegationsplatz, den Bielefeld durch den vierten Saisonsieg verließ. Reinhold Yabo gelang in der 64. Minute der Treffer für die Arminia.

Labbadia hatte sich auf seine Rückkehr auf die Alm gefreut. "Es ist ein gemütliches, schönes Stadion. Es könnte auch in England stehen, ein kleines Schmuckkästchen", sagte er. Der frühere Torjäger hatte zwischen 1998 und 2001 selbst für die Arminia gestürmt, in 106 Spielen erzielte er 52 Tore. Doch es wurde ein ungemütlicher Abend. Labbadia musste kurzfristig auf drei Spieler verzichten: Matheus Cunha stand wegen anhaltender Probleme in der Leistengegend nicht zur Verfügung. Zudem fehlten Eduard Löwen und Marton Dardai wegen muskulärer Probleme, wie der Hauptstadtklub vor der Partie mitteilte.

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt war die Anfangsphase bestimmt von vielen Nickeligkeiten und wenig Spielfluss. Einzig Jhon Cordoba tauchte zweimal vor dem Tor von Arminia-Keeper Stefan Ortega auf. Seine Abschlüsse blieben ungefährlich. Hertha fehlten im Spiel nach vorne die Ideen, beide Mannschaften neutralisierten sich. Es dauerte bis zur 31. Minute, bis Ortega von Dodi Lukebakio zum ersten Mal mit einem Fernschuss ernsthaft geprüft wurde.

Rekordverdächtiger Videobeweis

So brauchte es eine strittige Szene, um etwas Schwung in die extrem schwache Begegnung zu bekommen: Der einlaufende Fabian Klos wurde im Berliner Strafraum durch einen Kontakt von Niklas Stark zu Fall gebracht. Schiedsrichter Guido Winkmann entschied auf Elfmeter - dann folgte ein rekordverdächtiger Videobeweis. Nachdem der Kölner Keller zu keiner Entscheidung gekommen war, schaute sich Winkmann die Szene selbst noch einmal an und nahm seine Entscheidung nach 4:13 Minuten zurück.

Nach dem Seitenwechsel verpasste Yabo zunächst die Riesenchance zur Bielefelder Führung, nachdem Omar Alderete über den hereingeflankten Ball getreten hatte. Bielefeld wurde besser und drängte die Herthaner teilweise in deren Hälfte. Nach einem langen Einwurf setzte sich Yabo in einem grenzwertigen Zweikampf dann gegen Stark durch und traf aus der Drehung - Ritsu Doan verpasste die vermeintliche Vorentscheidung in der 70. Minute mit einem Pfostenschuss.

Quelle: ntv.de, jru/sid