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Erfolg nach Wellbrocks Pleite Köhler erschwimmt historisches WM-Silber

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Nach einem starken Vorlauf durfte sich Sarah Köhler schon eine Medaillenchance ausrechen - am Ende wurde es Silber über 1500 Meter.

(Foto: imago images / Insidefoto)

Sarah Köhler sichert sich bei der Schwimm-WM in Südkorea Silber über 1500 Meter. In einem überragenden Rennen schwimmt die 25-Jährige nicht nur zur Medaille, sondern auch in die Geschichtsbücher. Dabei muss sie nur wenige Stunden zuvor die Pleite ihres Freundes Florian Wellbrock verkraften.

Freiwasser-Staffelweltmeisterin Sarah Köhler hat bei der Schwimm-WM in Südkorea Silber über 1500 Meter Freistil gewonnen. Die 25-Jährige schlug nach 15:48,83 Minuten an und blieb dabei klar unter ihrem eigenen, erst am Montag im Vorlauf aufgestellten deutschen Rekord. Sie musste sich nur mit rund acht Sekunden Rückstand der Italienerin Simona Quadarella geschlagen geben, Bronze holte die Chinesin Wang Jianjiahe.

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Nach dem enttäuschenden Vorlauf-Aus von Köhlers Freund Florian Wellbrock über 800 Meter Freistil am Vormittag sorgte Köhler rund neun Stunden später für die erste Medaille der deutschen Beckenschwimmer bei den Titelkämpfen in Gwangju. "Ich war überrascht von der Zeit, denn ich habe mich schlechter gefühlt als gestern", sagte Köhler im ZDF. Ihre Taktik sei aufgegangen, sie habe nicht vorne wegschwimmen wollen. Dass es nach ganz oben aufs Podest nicht gereicht hat, war für Köhler kein Problem: "Mit der Italienerin kann ich noch nicht mithalten."

Eine Medaille fürs Geschichtsbuch

Die haushohe Favoritin Katie Ledecky (USA) hatte aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start im Endlauf verzichtet. Köhler, die zuvor mit der DSV-Staffel im Freiwasser den WM-Titel geholt hatte, ist nach der niederländischen Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal (2015) erst die zweite Schwimmerin, die bei Weltmeisterschaften im Becken und im Freiwasser eine Medaille gewinnen konnte.

Köhler füllte das WM-Konto des Deutschen Schwimm-Verbandes auf nun sieben Medaillen auf. In der vergangenen Woche hatten die Freiwasserschwimmer mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze mächtig vorgelegt. Zudem steuerten die Wasserspringer Tina Punzel und Lou Massenberg eine Bronzemedaille bei.

Für die EM-Zweite selbst war es der größte internationale Erfolg im Becken. In der vergangenen Woche hatte sie Gold mit der Freiwasser-Staffel gewonnen. Über 1500 Meter Freistil war es die erste deutsche Medaille seit 2003.

Quelle: n-tv.de, ter/dpa

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