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Konstante Platzierung auf PodestSki-Königin Aicher nimmt die große Kristallkugel ins Visier

01.03.2026, 13:32 Uhr
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Emma Aicher macht Dinge, die nur Emma Aicher machen kann. (Foto: IMAGO/GEPA pictures)

Vierte, Erste, Zweite: Emma Aicher glänzt beim Weltcup in Andorra und verbessert ihre Chancen im Kampf um den Gesamtweltcup. Dabei bemängelt sie nach ihrem erstaunlichen Wochenende immer noch kleinere Fehler.

Die Olympischen Spiele sind vorbei, doch Emma Aicher macht einfach weiter Emma-Aicher-Dinge. Nun eben im Weltcup. Vierte, Erste, Zweite - nach den drei Rennen in Soldeu im Kleinstaat Andorra mischt die 22-Jährige sogar im Kampf um den Gesamtweltcup mit. Mit nur noch 219 Punkten Rückstand auf Mikaela Shiffrin (USA) geht die zweifache Olympia-Zweite von Cortina d'Ampezzo in die verbleibenden neun Rennen in diesem Winter - fünf davon werden in Abfahrt und Super-G ausgetragen.

Dass sie in den Speed-Disziplinen solide punkten kann, stellte Aicher am verlängerten Wochenende in den Pyrenäen eindrucksvoll unter Beweis, ganz besonders im ersten von zwei Super-G, in dem sie die Konkurrenz deklassierte: 0,88 Sekunden lag sie bei ihrem fünften Weltcup-Sieg vor Alice Robinson aus Neuseeland - und keine war davon mehr überrascht als sie selbst: "Ich finde nicht, dass ich es voll durchgezogen habe, aber es hat ja auch so gepasst."

Einen Tag später war dann nur eine schneller: Sofia Goggia aus Italien, in der Abfahrt Olympiasiegerin 2018 und Olympiadritte drei Wochen zuvor hinter Aicher. Mit dem zweiten Rang, der zehnten Podiumsplatzierung ihrer Karriere, war Aicher allerdings "auch sehr zufrieden", ein paar "kleine Fehler" hätten sie eingebremst, den Steilhang auf dem vom deutschen Trainer Charly Pichler ausgeflaggten Kurs habe sie zudem "nicht ganz durchgezogen". Zu Goggia fehlten ihr 0,24 Sekunden.

"Das werde ich weiter so machen"

Nicht ganz so gut lief es für Kira Weidle-Winkelmann, mit der Aicher in Cortina d'Ampezzo gemeinsam Silber in der olympischen Team-Kombination gewonnen hatte. Elfte, Siebte und 14. - die 30-Jährige hatte gemischte Gefühle: "Es ist immer wieder gutes Skifahren dabei", sagte sie, "aber immer auch ein großer Fehler zu viel." Ja, die "Grundform passt schon", allerdings "muss ich es halt mal wieder von oben bis unten runterkriegen und die Böcke weglassen".

Aicher dagegen war nach ihren drei Rennen "sehr zufrieden, es war ein sehr gutes Wochenende". Nächste Station im Weltcup ist nun das Val di Fassa, dort sollen ab Freitag zwei Abfahrten sowie ein Super-G gestartet werden - womit auch die große Kristallkugel ins Blickfeld rückt. Aicher mag nicht über ihre kleine Chance auf den Gesamtweltcup nachdenken, aber Tatsache ist: Die kleine Chance ist da, zumal Shiffrin wohl auf die Starts in Abfahrt und Super-G verzichten wird.

Aicher aber macht sich wie üblich keinen Kopf: "Ich fahre nicht besser oder schlechter mit Druck von außen, ich versuche das auszublenden. Das hat ganz gut funktioniert diese Saison, das werde ich weiter so machen", sagte sie in der ARD. Das gilt dann auch für zwei weitere Chancen: Im Abfahrtsweltcup liegt Aicher noch 94 Punkte hinter der bei Olympia schwer gestürzten Lindsey Vonn, im Super-G-Weltcup 116 Punkte hinter Goggia.

Quelle: ntv.de, sue/sid

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