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Deutscher führt mit Avalanche NHL-Finals starten mit Krimi - und gut für Sturm

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Nico Sturm ist auf dem Weg in einen exklusiven Kreis deutscher Stanley-Cup-Sieger.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der deutsche Nico Sturm kommt dem Gewinn des Stanley Cups näher: In einem Krimi gehen seine Colorado Avalanche in der Finalserie der NHL in Führung. Spiel eins geht aus Sicht der Avalanche unnötig in die Verlängerung, da dauert es dann nicht lange bis zur Entscheidung.

Die Colorado Avalanche um den Augsburger Nico Sturm haben das erste Spiel in den Stanley-Cup-Finals gegen Titelverteidiger Tampa Bay Lightning gewonnen. Das Team aus Denver holte in eigener Halle ein 4:3 in der Verlängerung. Der Österreicher Andre Burakovsky traf nach 83 Sekunden zum Sieg. Sturm spielte als Entlastungsspieler siebeneinhalb Minuten. Er kann als fünfter Deutscher (nach Uwe Krupp, Dennis Seidenberg, Tom Kühnhackl und Philipp Grubauer) den riesigen Pokal gewinnen. Sturm, in Augsburg geboren und ausgebildet, an der Clarkson University in Potsdam/New York weitergebildet, spielt erst seit drei Monaten für die Avalanche, nun ist er der legendären Trophäe einen ersten Schritt näher gekommen.

"Es fühlt sich großartig an", sagte Burakovsky im US-Fernsehen. "Wir hatten im zweiten Drittel einen kleinen Nervenzusammenbruch, aber ich denke, wir haben uns im dritten wieder erholt." Vor den eigenen Fans in Denver lagen die Avalanche schon nach weniger als zehn Minuten 2:0 vorne und hatten scheinbar alles im Griff. Den Anschlusstreffer von Nicholas Paul konterte Artturi Lehkonen zum 3:1 - 48 Sekunden im zweiten Drittel reichten den Lightning dann aber zum Ausgleich. Zuerst erzielte Ondrej Palat mit seinem neunten Treffer in diesen Playoffs den Anschlusstreffer, Michail Sergatschew glich nicht mal eine Minute später aus. Es war einer der schnellsten Doppelpacks überhaupt in Spiel eins einer Finalserie.

Nach einem torlosen letzten Drittel schlug dann Burakovsky zu und entschied den Krimi nach rund einer Minute der Verlängerung. Die Avalanche, die ihren bisher letzten Stanley Cup 2001 Jahren gewonnen hatten, gelten in der Finalserie als Favorit. Dieser Stellung wurden sie in ihrem ersten Stanley-Cup-Spiel vor eigenem Publikum seit mehr als zwei Dekaden vollauf gerecht, auch wenn das Ergebnis so eng ausfiel. "Die Avalanche waren in Spiel eins eindeutig die bessere Mannschaft. So einfach ist das", analysierte der Sender CBS. Natürlich, "die Lightning sind ein widerstandsfähiges Team - ohne diese Eigenschaft gewinnt man nicht zwei Stanley Cups in Folge -, aber sie brauchen in Spiel 2 eine viel bessere Leistung." Nach einem spektakulären Spiel frohlocken US-Medien schon, dass "dieses Finale eine unvergessliche Serie werden kann", wie beispielsweise der Sender NBC das Spiel kommentierte.

Andrej Wassilewski im Tor der Lightning hatte einen starken Abend und parierte mehrere Großchancen. Er kam am Ende auf 34 abgewehrte Schüsse - beim Treffer von Burakovsky nach einem Konter war er dann machtlos. Immer wenn die Avalanche um den Stanley Cup gespielt haben, holte das Team am Ende auch den Titel und peilt nun die dritte Meisterschaft an. Zuletzt gab es den Titel 2001. Die Lightning stehen nach den Meisterschaften 2020 und 2021 zum dritten Mal in Serie in den Finals. Das gab es zuletzt vor vier Jahrzehnten. Insgesamt hoffen die Lightning auf den vierten Titel ihrer Geschichte.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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