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Sechster Titel für Spanien Nadal macht Davis-Cup-Triumph perfekt

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Der Jubel endete am Boden: Irgendwo ganz unten befindet sich Rafael Nadal.

(Foto: REUTERS)

Jubel in Madrid: Vor heimischem Publikum gewinnt Spanien zum ersten Mal seit 2011 den Tennis-Davis-Cup. Das entscheidende Spiel gewinnt der Weltranglisten-Erste Nadal souverän. Außenseiter Kanada verpasst damit die Sensation.

Spaniens Nationalheld Rafael Nadal ließ sich auf  den Court plumpsen und wurde von seinen jubelnden Teamkollegen  begraben, auf der Tribüne klatschte König Felipe freudig Beifall: Die Mannschaft der Gastgeber ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und hat bei der Premiere des reformierten Davis Cups in  Madrid triumphiert. Der 19-malige Grand-Slam-Champion Nadal und Roberto Bautista Agut sicherten Spanien im Endspiel gegen Kanada den sechsten Titel in dem traditionsreichen Mannschaftswettbewerb.

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Nadal machte den spanischen Triumph perfekt.

(Foto: REUTERS)

Nur drei Tage nach dem Tod seines Vaters brachte Bautista Agut die Spanier durch ein 7:6 (7:3), 6:3 gegen Felix Auger-Aliassime in Führung. Nadal machte den Heimtriumph beim erstmals ausgetragenen Finalturnier durch ein 6:3, 7:6 (9:7) gegen Denis Shapovalov perfekt. Zuletzt hatte Spanien 2011 den Titel gewonnen. Aufgrund des familiären Schicksalsschlages war Bautista Agut am Donnerstag vom Team abgereist, schon am Samstagabend beim  Halbfinalsieg über Großbritannien saß er aber wieder unterstützend in der Box. "Er ist eine große Inspiration für uns, egal ob er spielt oder nicht", sagte Nadal im Anschluss.

Jetzt war auch die Stimmung gut

Vor den Augen von Spaniens König Felipe war Bautista Agut vor allem im zweiten Satz eine Klasse besser als der zu fehleranfällige Auger-Aliassime. Der 19 Jahre alte Kanadier hatte wegen einer Knöchelverletzung seit Anfang Oktober kein Match mehr bestritten und kam am Sonntag erstmals im Turnier zum Einsatz. Spätestens nach Bautista Aguts verwandeltem Matchball nach 1:49 Stunden glich das mit über 12.000 Zuschauern ausverkaufte  Hauptstadion einem Tollhaus. "Es war ein sehr spezielles Gefühl auf  dem Court", sagte der Weltranglisten-Neunte anschließend.

Vor allem bis zu den Viertelfinals hatten mangelnde Stimmung und spärlich besetze Tribünen das Bild in Madrid bestimmt. Fußballstar Gerard Pique, der den Davis Cup im Vorjahr mit seiner Investmentfirma Kosmos für angeblich drei Milliarden Dollar übernommen hatte, zog dennoch ein positives Fazit. "Es war ein einzigartiges Event", sagte er: "Wir sind sehr glücklich darüber, wie es lief." Zumindest der Finaltag lieferte ein dem Davis Cup würdige Atmosphäre.

Nadal eine Nummer zu groß

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Auf der Tribüne freuten sich Fußballer und Davis-Cup-Vermarkter Gerard Piqué und seine Frau, die Sängerin Shakira.

(Foto: dpa)

Nadals Gegner Shapovalov stand schon mit dem Rücken zur Wand, und die Aufgabe hätte schwerer nicht sein können: Nur sein allererstes Davis-Cup-Einzel hatte Nadal 2004 verloren, danach folgten 28 Siege in Serie. Und auch der 20 Jahre alte Kanadier konnte diese stolze Serie nicht brechen und Nummer 29 verhindern. 2015 hatte Shapovalov noch an der Seite von Auger-Aliassime in Madrid den Junior Davis Cup gewonnen. Nach 25 Minuten musste er den  großen Favoriten Nadal mit einem Break zum 2:4 ziehen lassen, der US-Open-Sieger spielte den Satz souverän herunter. Im zweiten Durchgang wehrte sich der Kanadier nochmals erbittert, erst im Tiebreak brach Nadal dessen Widerstand und setzte nach 1:54 Stunden den umjubelten Schlusspunkt.

Auch im kommenden Jahr wird das Finalturnier in Madrid stattfinden (23. bis 29. November). Neben den diesjährigen Halbfinalisten Spanien, Kanada, Großbritannien und Russland sind dort bereits Frankreich und Serbien als Wildcard-Starter gesetzt. Deutschland spielt am 6. und 7. März gegen Weißrussland um einen der restlichen zwölf Plätze.

Quelle: ntv.de, vpe/sid

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