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WM Basketball Indianapolis Nowitzki führt Team an

Aushängeschild und NBA-Star Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks steht an der Spitze des 12-köpfigen Aufgebotes der deutschen Basketballer für die Weltmeisterschaft (29. August bis 8. September) in Indianapolis. Nahezu die Hälfte der Mannschaft stellt der deutsche Meister Alba Berlin.

Im Gegensatz zur EM in der Türkei, wo die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) Rang vier belegt hatte, steht Nowitzkis Teamkollege Shawn Bradley wegen zahlreicher Verletzungen während der abgelaufenen Saison nicht im Aufgebot.

Das WM-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft: Mithat Demirel, Henrik Rödl, Marko Pesic, Nino Garris, Jörg Lütcke (alle Alba Berlin), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks), Stephen Arigbabu (RheinEnergy Cologne), Robert Maras, Pascal Roller (beide Frankfurt Skyliners), Ademola Okulaja (FC Barcelona), Patrick Femerling und Misan Nikagbatse (beide Olympiakos Piräus).

Zuvor hatten Deutschlands Basketballer in Braunschweig trotz einer hauchdünnen 87:88 (77:77, 72:72, 36:34)-Niederlage nach zweimaliger Verlängerung gegen Welt- und Europameister Jugoslawien die Ehre hochgehalten und hinter den Männern vom Balkan den zweiten Platz im Supercup belegt.

Dabei verpassten die deutschen Korbjäger denkbar knapp ihren dritten Sieg im 36. Länderspiel gegen den Weltmeister. Beste deutsche Werfer waren Nowitzki (25 Punkte), Femerling (1) und der Pesic (12). Bei den Jugoslawen trafen Peja Stojakovic,(26), Igor Rakocevic (16) und Dejan Bodiroga (15) am besten.

Nowitzki wurde von Vladimir Radmanovic (Seattle SuperSonics) in enge Manndeckung genommen. Trotzdem hatte der 2,11 m große Flügelspieler bereits zur Pause 13 Korbpunkte auf seinem Konto.

Auch nach dem Wechsel konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Deutschlands höchste Führung (43:38/24.) konterten die Jugoslawen zum 47:50 (28.). Am Ende des dritten Viertels lag der Weltmeister mit 53:50 vorn. Nowitzki wurde nunmehr phasenweise von drei Gegenspielern beschattet und ging im dritten Spielabschnitt völlig leer aus.

Durch Dreipunktewürfe von Misan Nikagbatse (Olympiakos Piräus/3) und des Berliners Jörg Lütcke (6) blieben die Deutschen zunächst dran, doch gingen die Gäste dank des überragenden Stojakovic wieder auf Distanz (61:67/37.). Doch unter dem Ohren betäubenden Jubel der deutschen Fans sorgte Nowitzki eine Sekunde von der Schlusssirene mit einem "Dreier" für den 72:72-Ausgleich und die Verlängerung.

Nur noch stehend verfolgten die vom spannenden Spielverlauf gepackten Zuschauer die erste fünfminütige Nachspielzeit, in der Divac sein fünftes Foul kassierte und Pesic in letzter Sekunde die zweite Verlängerung (77:77) erzwang. Hier hatten die Jugoslawen dann das bessere Ende für sich.

Quelle: ntv.de