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"Größter Einsatz dieser Art" "Operation Viribus" trifft Doping-Mafia

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(Foto: dpa)

Hunderte Festnahmen in 33 Ländern, millionenfach beschlagnahmte Dopingpräparate, knapp 1000 Strafverfahren: Das ist die Bilanz der von Europol koordinierten "Operation Viribus". Auch die Welt-Anti-Doping-Agentur ist in die beispiellose Razzia involviert.

Mit einer grenzüberschreitenden Anti-Doping-Razzia sind europäische Sicherheitsbehörden in 33 Ländern gegen den Handel mit Anabolika und gefälschten Medikamenten vorgegangen. An dem bislang "größten Einsatz dieser Art" namens "Operation Viribus" hätten auch deutsche Ermittler mitgewirkt, teilte die europäische Polizeibehörde Europol mit. 234 Verdächtige seien festgenommen, neun Drogenlabore in Europa ausgehoben und tonnenweise Dopingpräparate beschlagnahmt worden. Demnach wurden allein 24 Tonnen Steroidpulver sichergestellt.

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Wada-Chefermittler Günter Younger lobte die Zusammenarbeit zwischen Ermittungsbehörden und der Welt-Anti-Doping-Agentur.

(Foto: dpa)

An dem Einsatz unter Federführung der italienischen und griechischen Polizei war auch die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) beteiligt. Es wurden im Zuge der Operation 1357 Blut- und Urintests durchgeführt. Bei welchen Sportereignissen und bei welchen Sportlern Tests durchgeführt wurden, blieb zunächst unklar. Der deutsche Wada-Chefermittler Günter Younger zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen und der Einbeziehung der Agentur. Diese Art von Zusammenarbeit bringe echte Resultate und könne einen bedeutenden Einfluss auf die Verfügbarkeit verbotener Substanzen haben.

Fokus auf Untergrundlabore

"Wir stehen bereit, um diese Art von Rolle in einer jeglichen, andauernden Operation fortzusetzen. Dies ist ein gemeinsamer Kampf gegen Sportbetrug auf dem Kontinent", sagte Younger einer Mitteilung der Wada zufolge. Abseits davon werde es weiterhin Partnerschaften mit staatlichen Ermittlungsbehörden in Europa und der Welt geben, betonte Younger.

Nach Europol-Angaben wurden insgesamt rund 3,8 Millionen Dopingmittel und gefälschte Medikamente sichergestellt. 17 organisierte Banden seien enttarnt und fast 1000 Personen wegen der Produktion, Veräußerung oder Verwendung leistungssteigernder Substanzen angezeigt worden. 839 Verfahren würden laut Europol bereits laufen. Schwerpunkt sei die Zerschlagung von Untergrundlaboren gewesen. Die Dopingsubstanzen würden sowohl online als auch in Fitnesscentern oder illegalen Läden verkauft.

Menschen und Tiere gefährdet

"In den vergangenen 20 Jahren hat der weltweite Handel mit Anabolika dramatisch zugenommen", so Europol. Konsumenten seien vor allem "Fitnesscenter-Süchtige" sowie Bodybuilder. "Nicht-professionelle Athleten, Radsportler und Bodybuilder" würden kleine Päckchen mit Steroiden in Asien oder Osteuropa besorgen und diese an Fitnesscenter liefern. Für Werbung und Verkauf würden zunehmend soziale Medien genutzt.

Betroffen seien aber auch Tiere: So würden Hormone genutzt, um Tierzucht zu intensivieren, Bauernhoftiere zu füttern oder etwa bei Pferderennen die Leistung zu steigern. Die Substanzen seien aber gefährlich für Menschen wie für Tiere, warnte Europol.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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