Sport

Beinahe querschnittsgelähmt Radstar kehrt nach furchtbarem Sturz zurück

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Egan Bernal ist einer der großen Stars des Radsports.

(Foto: picture alliance / Roth)

Egan Bernal verunglückt im Januar beim Training schwer, nun ist der Radprofi zurück auf der Straße. Fast 20 Knochen hatte sich der frühere Tour-de-France-Sieger gebrochen, beide Lungenflügel waren perforiert, eine Querschnittslähmung offenbar nur knapp abgewendet. Alles überstanden.

Nur gut zwei Monate nach seinem schweren Sturz trainiert der frühere Tour-de-France-Sieger Egan Bernal wieder mit dem Rad auf der Straße. Der 25-Jährige veröffentlichte am Sonntag (Ortszeit) ein Foto auf Instagram, das ihn neben einer anderen Person in einem orangefarbenen Trikot auf einer Straße auf dem Rad zeigt. "Der glücklichste Tag meines Lebens", schrieb der kolumbianische Radprofi. "Nach zwei Monaten und 20 Knochenbrüchen bin ich wieder hier und habe Lust auf mehr. Wir sehen uns auf der Straße."

Bernal war Ende Januar beim Training mit dem Zeitfahrrad in einen stehenden Bus gefahren. Dabei hatte sich der Giro-Sieger mehrere Knochenbrüche zugezogen, unter anderem waren elf Rippen, zwei Wirbel, ein Oberschenkel und eine Kniescheibe betroffen. Zudem wurden beide Lungenflügel perforiert. "Ich hatte eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit, querschnittsgelähmt zu bleiben oder sogar mein Leben zu verlieren, indem ich das tat, was ich am liebsten tue", hieß es nach dem Unfall in einem über Twitter verbreiteten ersten Statement Bernals: "Ich möchte Gott und allen Spezialisten danken, dass sie das Unmögliche möglich gemacht haben."

Im Universitätsklinik La Sabana war Bernal zweimal operiert worden und wurde auf der Intensivstation betreut, nach zwei Wochen verließ der Radstar, der in seiner Heimat wie ein Volksheld gefeiert wurde, die Klinik wieder. "Wieder im Leben zu sein, ist für mich wie eine Wiedergeburt", sagte Bernal damals. Nur eine Woche später trainierte er schon wieder auf dem Heimtrainer.

Dass alles so schnell gehen würde, schien in den ersten Stunden und Tagen nach dem Crash völlig ausgeschlossen: Allein die Bilder nach dem heftigen Unfall sorgten für Gänsehaut. Bernals Rad lag völlig zerstört auf einer Straße nahe seiner Geburtsstadt Bogotá, sein Oberschenkel war unnatürlich verformt, seine Trainingskollegen standen entsetzt daneben, und ein roter Bus hatte einen enormen Blechschaden am Heck.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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