US Masters startet furiosGolf-Gigant Rory McIlroy leistet sich Fauxpas und ist trotzdem Erster

Ein Jahr nach seinem Triumph in Augusta ist Rory McIlroy sofort wieder vorne dabei. Obwohl er seine beste Start-Runde seit Langem spielt, muss er sich die Führung teilen. Ihm unterlaufen zudem zwei kleine Fehler.
Rory McIlroy hat seine großen Ambitionen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung beim US Masters zum Start unterstrichen. Auf den schnellen Grüns des Augusta National Golf Club gelang dem Nordiren bei der 90. Auflage des ersten Majors des Jahres eine 67er-Auftaktrunde. Für McIlroy war der Auftakt mit fünf Schlägen unter Par die beste Start-Runde seit 2011, als er mit 65 Schlägen ins Turnier gestartet war. Dank einer Birdie-Serie auf der Back Nine lag McIlroy nach seiner Rückkehr ins Klubhaus am Donnerstag zunächst auf dem geteilten ersten Platz.
Am zweiten Loch spielte der fünfmalige Majorsieger seinen Ball nach einem Abschlag ins Gebüsch bis auf einen Meter an die Fahne und lochte sicher ein - es war sein erstes Birdie, an den Löchern 8, 9, 13, 14 und 15 folgten weitere Birdies. Dafür ließ McIlroy jedoch am vierten Loch einen Par-Putt aus knapp drei Metern liegen und kassierte einen Bogey. Dennoch blieb der 36-Jährige wie der US-Amerikaner Sam Burns auf dem Par-72-Kurs fünf Schläge unter dem Platzstandard. Seit Jordan Spieth im Jahr 2016 hat kein Titelverteidiger nach der ersten Runde des Masters mehr geführt.
"Ich bin voll drin im Turnier", sagte McIlroy. "Es ist ein großartiger Start, aber ich darf nicht zu weit vorausdenken. Es ist noch ein langer Weg." Es sei noch immer ein schwieriger Golf-Kurs und es sei nicht immer einfach, einem Schlag zu vertrauen. "Aber ich denke, es ist einfacher für mich, diese Schläge zu machen, und mich nicht so sehr darüber zu sorgen, wo sie landen. Denn am Ende des Tages kann ich noch immer in die Umkleide der Champions und mein grünes Jackett anziehen."
Der Weltranglistenzweite, der im Vorjahr mit dem Gewinn seines ersten grünen Jacketts den Karriere-Grand-Slam vollendete, versucht an der berühmten Magnolia Lane, als erst vierter Golfer nach Tiger Woods, Nick Faldo und Jack Nicklaus das Masters zweimal in Folge zu gewinnen.
Deutsche Golfer sind nicht dabei. Seit 1983 schlug in jedem Jahr mindestens ein Deutscher ab, oft war es allein Bernhard Langer, der Anhausener erspielte sich mit seinem ersten Sieg 1985 ein lebenslanges Startrecht, 1993 triumphierte er zum zweiten Mal. Doch 2025 verabschiedete er sich nach 41 Teilnahmen endgültig aus Augusta. Auch Woods fehlt beim bekanntesten Golfturnier des Jahres. Vor 25 Jahren komplettierte der Superstar in Augusta den "Tiger Slam", den Sieg bei allen vier Majors nacheinander, eine historische Leistung. Nach seinem jüngsten Autounfall unter Schmerzmitteleinfluss hat sich Woods in Behandlung begeben.