Sport
Freitag, 13. Oktober 2006

Doping-Verfahren gegen Ullrich: Schweizer machen Ernst

Der Schweizer Radsportverband setzt das Verfahren gegen Jan Ullrich wegen Dopingverdachts fort. Man habe die Beglaubigung der spanischen Dokumente in der "Operacion Puerto" erhalten und an die Disziplinarkammer des Nationalen Olympischen Komitees (Swiss Olympic) weitergeleitet, hieß es in einer Pressemitteilung.

Die Fachkommission für Dopingbekämpfung habe allerdings weitere Unterlagen von der spanischen Polizei und den deutschen Staatsanwaltschaften angefordert, ehe sie über die Einleitung des eigentlichen Disziplinarverfahrens entscheiden werde.

Giro-Sieger Ivan Basso, dem wie Ullrich eine Verbindung zum Madrider Mediziner Eufemiano Fuentes unterstellt wird, kann am Samstag nicht die Lombardei-Rundfahrt bestreiten, obwohl das italienische Olympische Komitee (Coni) die Einstellung seines Verfahrens beantragt hat. Sein CSC-Teamchef Bjarne Riis habe einen Start abgelehnt, sagte Basso. Riis habe dies damit begründet, man wisse nicht, wie sich der Fall entwickele.

CSC fürchtet womöglich um seine ProTour-Lizenz für 2007, wenn es Basso wieder einsetzt. Das Coni hatte ausdrücklich erklärt, das Verfahren wieder aufzunehmen, falls neue Beweismittel vorlägen.

Quelle: n-tv.de