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Mit 33 JahrenSchwimmstar Daniela Samulski ist tot

25.05.2018, 12:26 Uhr
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Der deutsche Schwimmsport trauert um Daniela Samulski. (Foto: imago sportfotodienst)

Der deutsche Schwimmsport trauert um Daniela Samulski. Die frühere Europameisterin ist im Alter von gerade einmal 33 Jahren verstorben. Sie soll einem Medienbericht zufolge an Krebs gelitten haben. Ihre ehemaligen Weggefährten sind fassungslos.

Die frühere Schwimmerin Daniela Samulski ist tot. Der Deutsche Schwimm-Verband bestätigte den Tod der WM-Medaillengewinnerin von 2009 über den zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet hatte und veröffentlichte auf seiner Homepage ein Schwarz-Weiß-Foto der ehemaligen Athletin. Zur Todesursache äußerte sich der DSV nicht. Laut "Bild"-Zeitung soll sie an Krebs gelitten haben. Samulski wäre in der kommenden Woche 34 Jahre alt geworden. Sie hinterlasse einen Mann und ein Kind.

Die Karriere der Sportsoldatin hatte Höhen und Tiefen. Nach ersten Erfolgen in jungen Jahren litt sie unter Essstörungen. Dank Therapie und Schwimm-Pause startete Samulski durch, holte 2009 den Weltrekord über 50 Meter Rücken und bei der WM in Rom zweite Plätze im Rücken-Sprint sowie mit der Freistil-Staffel. 2006 und 2010 war sie Europameisterin mit der Freistil-Staffel über 4 x 100-Meter. Ihre deutschen Rekorde über 50 und 100 Meter Rücken stehen immer noch in den Bestenlisten.

In den sozialen Netzwerken äußerten Weggefährten ihr Mitgefühl. "Eine großartige Athletin ist von uns gegangen... Meine Gedanken sind bei ihrer Familie...", schrieb Franziska van Almsick. "Ich kann es nicht fassen. Sie war eine unserer Besten. Es war eine tolle Zeit mit ihr. Mit keinem Sportler habe ich so lange zusammengearbeitet wie mit ihr", sagte Bundestrainer Henning Lambertz der "Bild". Lambertz hatte die Sportlerin zeitweise als Trainer bei der SG Essen betreut.

Auch ihre damalige Staffelkollegin Britta Steffen zeigte sich tief bestürzt. "Es gibt keine Worte, die auch nur im entferntesten ausdrücken können, was man nach so einer Nachricht fühlt. Unvorstellbar ist es. Ich hoffe, es gibt einen schönen Ort, an den man kommt, wenn man geht", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von 2008: "Mulle war für viele Schwimmerinnen ein Vorbild. Ihre Fähigkeiten waren enorm. Sie war eine starke Frau. Es tut mir sehr sehr leid, dass sie so früh von uns ging!"

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa

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