Segelt fast 28 Tage schnellerFranzose pulverisiert Rekord auf der "falschen" Route um die Welt

Der Franzose Guirec Soudée pulverisiert einen 22 Jahre alten Rekord: Der 34-Jährige umsegelt die Welt von Ost nach West mit einem XXL-Trimaran. Solo und nonstop gelingt das Abenteuer in knapp 95 Tagen.
22 Jahre hat der Rekord für die schnellste Solo-Weltumseglung von Ost nach West gehalten. Jetzt ist der erst 34 Jahre alte Guirec Soudée mit seinem XXL-Trimaran "MACSF" zu einer neuen Bestzeit gestürmt. Mit seinem 31 Meter langen Mehrrumpfgeschoss meisterte der Franzose die Herausforderung gegen die vorherrschenden Winde in 94 Tagen, 21 Stunden, 58 Minuten und 34 Sekunden. Eine spektakuläre Marke, die in Zukunft erstmal geknackt werden muss.
"Es ging wahnsinnig schnell", sagte Soudée in einer Audiobotschaft und berichtete, dass er Tränen in den Augen hatte, als er ins Ziel einfuhr.
Der Guiness-Buch-Rekordzeit von Landmann Jean-Luc Van Den Heede, der die Welt 2004 in 122 Tagen 14 Stunden, 3 Minuten, 49 Sekunden auf einer Einrumpfyacht erfolgreich umsegelt hatte, nahm er im Alleingang fast 28 Tage ab. Rekordversuche von Ost nach West, also quasi falschrum, sind unter Seglern selten, weil die Herausforderungen gegen den Wind ungleich härter sind. Alle großen Regatten wie die Vendée Globe oder The Ocean Race führen von West nach Ost um die Erde.
Kurz vor Heiligabend gestartet
Erst sechs Segler haben eine Ost-West-Soloweltumseglung ohne Zwischenstopps ins Ziel gebracht. Als Erstem war 1971 dem Briten Chay Blyth mit der "British Steel" die Falschrum-Weltumseglung in 292 Tagen gelungen. Als erste Frau hatte die inzwischen siebenmalige britische Weltumseglerin Dee Caffari die Runde gegen den Wind im Jahr 2016 nach 178 Tagen, 17 Stunden, 55 Minuten und 42 Sekunden gemeistert.
Guriec Soudée war am Tag vor Heiligabend 2025 in sein Abenteuer gestartet. Er passierte die Ziellinie am Morgen des 28. März und wurde am Quai Malbert in Brest gefeiert. Zu den Gratulanten gehörte auch der inzwischen 80 Jahre alte Landsmann Van Den Heede, der froh ist, dass sein Rekord noch zu Lebzeiten gebrochen wurde.