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"Gefährlicher" Eklat in MotoGP Team sperrt Pilot nach Sabotage-Vorwurf

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Auch ein sofortiger Abschied scheint möglich.

(Foto: imago images/Cordon Press/Miguelez Sports)

Auf eigenen Wunsch verlässt Maverick Vinales am Ende der MotoGP-Saison das Yamaha-Team. Nun aber suspendiert der Rennstall den Piloten mit sofortiger Wirkung. Er soll mit seinem Verhalten beim jüngsten Rennen ein unnötiges Risiko für sich und seine Konkurrenten verursacht haben.

Die nahende Trennung zwischen dem früheren Motorrad-Weltmeister Maverick Vinales und dem Yamaha-Werksteam läuft weiter geräuschvoll ab - und ist um ein kurioses Kapitel reicher. Der Rennstall wird den Spanier am kommenden Wochenende beim Grand Prix in Österreich nicht einsetzen und begründet dies mit dessen Verhalten beim vorangegangenen Rennen, das ebenfalls in Spielberg stattgefunden hatte: Vinales habe das Motorrad irregulär betrieben.

Dies habe eine eingehende Analyse der Telemetriedaten in den vergangenen Tagen ergeben. "Die Handlungen des Fahrers hätten erheblichen Schaden an seinem Motor anrichten können, daraus hätte sich ein ernsthaftes Risiko für den Fahrer selbst und mögliche Gefahren für alle übrigen Teilnehmer ergeben können", hieß es in der Mitteilung. Laut "Speedweek" geht es sogar um Sabotage-Vorwürfe: Demnach habe der Pilot versucht, das Triebwerk absichtlich zu beschädigen oder gar zu zerstören.

Wie das "Motorsport-Magazin" berichtet, war bei Vinales' Maschine beim vorangegangenen Rennen in der Einführungsrunde zum Restart der Motor ausgegangen, weshalb der 26-Jährige aus der Boxengasse startete. Danach habe er den dauerhaft auf seinem Display am Lenker stehenden Befehl "Pit Lane" ignoriert und die Box erst kurz vor Ende des Rennens angefahren. Er selbst habe anschließend gesagt, die Anzeige für fehlerhaft befunden zu haben.

Vinales wird in Österreich, wo das Rennen der MotoGP am Sonntag (14 Uhr) steigt, nicht ersetzt. Ob der 26-Jährige überhaupt noch einmal für das Werksteam startet, scheint offen. Entscheidungen über künftige Rennen sollen nach einer "intensiveren Analyse der Situation und nach weiteren Diskussionen mit dem Fahrer" getroffen werden. In der WM-Wertung liegt der 26-Jährige auf dem sechsten Platz, während sein Teamkollege Fabio Quartararo an der Spitze steht.

Schon seit Ende Juni steht fest, dass Vinales den Rennstall nach der laufenden Saison auf eigenen Wunsch und vor dem eigentlichen Vertragsende verlässt. Nach einem letzten Platz am Sachsenring hatte er das Team öffentlich wegen angeblich fehlender Unterstützung sowie Respektlosigkeit kritisiert. Vinales war 2017 von Suzuki zu Yamaha gewechselt. In der MotoGP feierte er neun Grand-Prix-Siege, insgesamt waren es bislang 25, in der Saison 2013 gewann er die WM in der Moto3.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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